Stand der Dinge: 2016 keine Kleidung kaufen

Das erste Quartal ist ja jetzt fast rum, deswegen wollte ich mal kurz Inventur machen: Also ich habe dieses Jahr noch keine Kleidung und auch sonst keine Textilien gekauft. Stattdessen habe ich bis jetzt 4 Oberteile und eine Jeans durch Überfärben gerettet, 3 Jeans und 3 BHs durch flicken gerettet, und meine Mama hat mir ne ziemlich alte Bettwäsche gegeben, ich ich jetzt so lange verwende, bis sie auseinanderfällt, dann kommt die nächste alte Bettwäsche aus Mamas Schrank dran.

Ich habe jetzt auch beschlossen, das Kleidung die in erster Linie medizinische Notwendigkeit sind, nicht mitzählen. Ich hatte ja schon gesagt, daß ich ggf. Sandalen brauche, in die ich meine orthopädischen Einlagen reintun kann. Und was ich mir inzwischen auch sehr wünsche, ist so ein Angora-Schulter-Schlafjäckchen, weil meine Schulter nicht aufhört, mir Probleme zu machen. Diese beiden Sachen wären für mich dann ok zu kaufen, sofern ich sie mir mal leisten kann.

Und hier ist das heutige gerettete Oberteil:IMG_3186

Recycling-Geschenkboxen

Mein Papa hat morgen Geburtstag, und ich habe nichts gefunden, womit ich sein Geschenk einpacken kann. Dann ist mir eingefallen, daß ich mal ne reduzierte Großpackung Washi-Tape (oder wie das heißt) gekauft habe (das ist so Zierklebeband aus Papier und regulär viel zu teuer), und ich habe ein paar kleine Versandkartons, die hier noch rumlagen, damit beklebt. Ich bin total happy mit dem Ergebnis, ich finde, das ist recht hübsch geworden. Die Boxen kann man narürlich verwenden, um irgendwas drin aufzubewaren, aber ich hatte jetzt die Idee, daß das z.B. innerhalb der Familie auch wunderbar als Geschenkverpackung wiederverwertet werden kann, anstatt diese blöde Geschenkpapierkauferei, die ja eh überflüssig ist wie nur was. Also anstatt mit Tesa mit nem wiederverwertbaren Band zubinden, und wir bräuchten keine Geschenkverpackungen mehr kaufen. Und mit der Zeit könnten sich dann so ein paar hübsche Kartons ansammeln, die dann kreuz und quer zu den festlichen Anlässen durch die Familie wandern. Man kann ja auch einfach welche bemalen, oder Kollagen draufkleben, oder mit altem Stoff beziehen…Ich werde das mal vorschlagen…IMG_3173

Werkzeugtasche genäht!

Meine kleine Schwester hat sich von mir eine Werkzeugtasche gewünscht, und sie ist endlich fertig! War auch ne sauschwere Geburt, erst ist das Stoff färben total in die Hose gegangen, der Stoff sah dann aus wie so ne gratlige Unterlage auf ner Baustelle oder so. Der Stoff ist auch so zäh, daß ich erstmal ne normale Nadel und dann ne Jeansnadel abgebrochen habe. Ich habe auch so Probleme mit der Fadenspannung gehabt, das ich eine ganze Rolle Garn mit Fadenchaos zerstört habe, bevor ich es einigergaßen hinbekommen habe, sonderlich schön sind die Nähte nicht geworden, aber ich glaub sie halten wenigstens.
Und so sieht sie aus:IMG_3153

Da kann man auf beiden Seiten Werkzeuge reinstecken, und sie dann zusammenrollen und mit einem Fakelederband zubinden.IMG_3154

Ich bin heilfroh, daß das jetzt durch ist, ich würde jetzt gerne was weniger anstrengendes nähen.IMG_3155

Batik- Experiment

Ich habe heute mal wieder Klamotten gerettet: Zwei Oberteile, die nichtmehrrauswaschbare Flecken hatten und die ich nur noch als Schlafanzüge verwendet habe, ein Arbeitsoberteil noch aus der Praxis, das so wie es war wirklich sehr nach Arbeitsoberteil aussah und nicht zum so anziehen geeignet war, und eine Hose, die an ner blöden Stelle nen viel zu auffälligen Flicken hatte.IMG_3110

Ich wollte da gerne batiken und hab erstmal alle Stoffe entsprechend mit Kabelbinder abgebunden.
Danach ging’s ab in die Waschmaschine mit ner Ladung schwarzer Simplicol-Textilechtfarbe.

Und mit den Ergebnissen bin ich echt sehr zufrieden:IMG_3116IMG_3115IMG_3114IMG_3113IMG_3112IMG_3111

Hosenrettungstag

Kürzlich ist mir die einzige Jeans, die gut saß und noch nicht geflickt war gerissen. Sehr sehr ärgerlich. Deswegen habe ich heute einen Hosenrepariertag eingelegt, ich will mir ja dieses Jahr keine Klamotten kaufen. Es ist ja schon März, also ein Sechstel hab ich schonmal geschafft.
Also hab ich erstmal die aktuell gerissene Hose repariert:IMG_3102

Und eine kurze Jeans, die auch sehr gerne mag:IMG_3103

Und dann meine lila Lieblingshose, die auch schon einen Leopardenstoffflicken hat:IMG_3099

IMG_3100IMG_3101In den nächsten Tagen rette ich noch eine Jeans durch färben, die auch schon geflickt ist, dann hab ich wieder genug Alltagshosen. Ich hab dann noch eine, die ordentlich ist, aber beschissen sitzt, und eine, die ordentlich ist und ordentlich sitzt, aber einen unreparierbar kaputten Reisverschluß hat. Hmpf. Aber ich denke, damit werde ich schon durch das Jahr kommen.

Und wenn mehr Leute geflickte Hosen tragen würden, dann würden ich weniger doof angeschaut dafür, und wir würden asiatischen Kinderhänden einiges ersparen.

Flower Power!

Ich hatte heute ein bißchen Spaß mit unseren Blumenkübeln.IMG_3037IMG_3036

Ich hab erstmal zwei große Tomatenkübel bemalt, die Kübel sind bei einer Gartenverschönerungsaktion von unserer Hausmeisterin übrig geblieben. Ich finde es ja echt klasse, daß wir an fast alle großen Pflanzkübel kostenlos rangekommen sind, ich habe inzwischen auch wieder 6 große Schafskäsekübel (auch füe die Tomaten) eingesammelt. Ich will vieleviele Tomaten dieses Jahr.IMG_3038

Die Kübel sind auch ein Rest jener Gartenverschönerungsaktion, und das was da draufklebt ist ein Restposten Washi-Tape (ich glaub das heißt so), das ist mein erstes Experiment damit, ich gebe zu, das ist eher grottenschlecht geklebt.Und ich weiß auch nicht, wie lange das draußen überlebt. Mal sehen..IMG_3040

Und zusammen mit dem Hippie-Topf vom letzten Jahr könnte es bunt werden da unten. :-) Ich mag bunt.

Plätzchenrezept (Teil 4)

Hier geht’s zu Teil 3: Plätzchenfotos.

Das Plätzchenrezept

Für den Teig:
300 g Mehl
150 g Butter
125 g Zucker
1 Ei
Vanille nach Geschmack
Mehl für die Fläche zum Ausrollen
die Mengen können beliebig vervielfacht werden

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Für den Zuckerguß:
Puderzucker
Wasser oder/und Eiweiß

Für die Verzierung:
alles was ihr an Bunt, Glitzer, Funkel, Blinki-Blinki herbekommen könnt. Je größer die Auswahl desto besser lässt sich mit den Farben spielen. Ich empfehle besonders Minigummibärchen und Smarties, weil die vergleichbar billig sind und was hermachen, und natürlich Silberkugeln, die sind dieses Jahr aber schwer zu bekommen.IMG_2815

Alle Zutaten in einer Teigschüssel mischen, erst mit dem Rührgerät, falls Vorhanden und dann mit den Händen kneten. Die Backchefin sagt lange kneten, so 5-10 Minuten. Dann den Teig ca. 20 Minuten (oder länger) kühl stellen.Dann etwas Mehl auf die Arbeitsfläche verteilen, den Teig ausrollen und Plätzchen ausstechen. Bei 180 Grad backen, bis der Rand leicht goldbraun wird, das sind je nach Herdsituation so 10-20 Minuten.

Für den Zuckerguß den Puderzucker mit Wasser/Eiweß mischen, so das das ganze weder zu zäh noch zu flüssig wird. Wenn beim Verzieren der Zuckerguß zu trocken wird, kann man noch etwas Wasser zugeben und nochmal ordentlich umrühren. Am besten lässt sich das mit einem Pinsel auf die Plätzchen auftragen. Am besten immer ein Plätzchen fertig machen und dann das nächste, sonst trocknet zwischenzeitlich der Zuckerguß an und dann gibt’s ein Gebatzel.

Viel Spaß bei der Verzierparty.

Plätzchenproduktion und Übergabe (Teil 2)

Dies werden mehrere Blogposts, weil ich sooooo viele Fotos habe. Teil 1 ist hier.

Erstmal konnten meine Mitbäckerin @HeartbeatRsa und ich was Verzierkram angeht aus den vollen schöpfen. Sie hatte einiges da, ich hatte noch einiges von vorherigen Verzieraktionen, dazu kam das Hans-Meiser -Paket (an dieser stelle nochmal vielen Dank dafür), und wir haben zusätzlich noch Mini-Gummibärchen, Mini-Tropi Frutti, Mini Colorado, die kleinen Haribo-Weihnachtstütchen, kleine und große Smarties, TicTacs und so dazu gekauft.IMG_2811

@HeartbeatRsa bäckt leidenschaftlich, und ich bin heilfroh, daß sie mir das Backen abgenommen hat, weil ich bin da ne Totalkatastrophe, und ich hab dann so lange schonmal mit verzieren angefangen.IMG_2812

Wir haben innerhalb von drei Tagen quasi Vollzeitarbeit 183 Kekse produziert. Nebenbei lief der Fernseher mit Nachrichten und was halt im Fernseher so läuft, ich bin jetzt voll informiert über Frisuren von irgendwelchen Royals und so. Wir haben aber auch so nebenbei Filme geschaut, die nicht zu viel Aufmerksamkeit verlangen, Ghostbusters 2 und Schokolade zum Frühstück und so, nichts was so spannend war, daß wir dabei das Verziehren vergessen hätten.IMG_2829

IMG_2831Am Sonntag haben wir dann die Plätzchen eingetütelt und jede mit ein paar Worten an die Refugees versehen.IMG_2929

Dazu gab es weißen Glühwein, der voll lecker war, und den wir uns auch redlich verdient haben.IMG_2931

Am Ende waren wir total zufrieden mit der Arbeit.IMG_2933

Am Dienstag sind wir dann zu einer neuen Refugee-Unterkunft hier in der Nähe gefahren, die 154 BewohnerInnen hat, die alle ganz frisch eingezogen waren. Wir haben mit der dortigen Sozialpädagogin gesprochen und sind mit dem Unterkunftsleiter von Tür zu Tür gegangen und haben die Kekse verteilt. Die Leute haben sich echt gefreut, teilweise konnten sie gar nicht glauben, daß sie jetzt einfach so etwas geschenkt bekommen. Die Sozialpädagogin sagte auch, daß das wahrscheinlich das einzige ist, was die Refugees zur Weihnachtszeit bekommen, weil sie da nicht schaffen, was zu organisieren, es gibt da noch nichtmal Stühle, wegen einem Lieferengpass. Ansonsten ist die Unterkunft ziemlich schön, es gibt Zweierzimmer und Familienzimmer, es gibt Gemeinschaftsküchen, drumherum auf dem Gelände etwas Wiese zum spielen für die Kinder, und es macht einen gut gepflegten Eindruck, ist aber auch alles neu.
Leider war das ganze ziemlich schnell vorbei, und so zwischen Tür und Angel sind nur ganz kleine Gespräche zwischen den Refugees und uns entstanden, aber die Stimmung war wirklich gut und ruhig, schön einfach. Auch die strahlenden Augen von Kindern und Erwachsenen. Ich bin total froh, daß wir das gemacht haben, und einen guten Erstkontakt zu den Verantwortlichen haben, so daß da auch in Zukunft mal was gemeinsam auf die Beine gestellt werden kann. Da hab ich auch schon eine Idee.

Hier geht’s zu Teil 3: Plätzchenfotos