Ich erzähl euch mal was vom Bergwaldprojekt

Heute habe ich mal wieder einen Newsletter vom Bergwaldprojekt im Postfach gefunden, es werden dringend Freiwillige gesucht.
Deswegen dachte ich, ich erzähl Euch mal von meiner tollen Erfahrung mit dem Bergwaldprojekt, daß ich für außerordentlich unterstützenswert halte.

Im Jahr 2000 war ich sehr abenteuerlustig, aber chronisch pleite. Und ich weiß gar nicht mehr, wie mir der Prospekt in die Hände gefallen ist, aber es gab eine große Auswahl an Projektwochen, wo man auch ohne groß von was Ahnung zu haben mal ne Woche im Wald arbeiten und helfen konnte, weg von der Welt, quasi direkt um die Ecke und für wenig Kohle.
Ich hab mir damals ein Projekt in Altlach am Vailchensee ausgesucht, da konnte ich mit nem günstigen Regionalzugticket hinfahren, und soweit ich mich erinnere, hat mich das ganze auch nicht mehr als dieses Ticket gekostet. Meine kleine Schwester ist auch mitgefahren.
Wir waren so etwa 25 Leute, eine buntgemischte Truppe jeglichen Alters, und mit dabei waren eine Köchin, die uns fantastisch mit vegetarischen Essen versorgt hat, und ein Förster vom Bergwaldprojekt, der uns gemeinsam mit dem lokalen Förster angeleitet hat.

Unser Quartier war eine Holzhütte, in der es 2 oder 3 Hochbetten, Tische und Stühle und einen mit Holz oder Kohle betriebenen uralten und urigen Herd gab, es gab auch Licht, aber ich weiß nicht mehr, ob das elekrisch war, oder Petroleumlampen oder was. Gegenüber der Hüttentüre gab es einen Wassertrog aus dem über eine Hahnkonstruktion frisches Quellwasser aus dem Bach floss, einige Meter weiter gab es ein Holzhäuselchen mit klassischem Plumpsklo, und es gab eine Wiese, auf der wir unsere Zelte aufgeschlagen haben. Das war’s. Wer sich waschen wollte, hat den eiskalten Bach genommen, oder ist in den etwaswenigereiskalten Valchensee gehüpft, dessen Ufer nur paar Meter weiter war, ein wunderschöner Blick, das (noch analog gecknipste) Foto hängt hier immernoch:IMG_4308

In dieser wunderhübschen Kulisse sind wir jeden morgen mit frischer Luft und weit weg von städtischer Lärmkulisse aufgewacht. Und zwar recht früh. Wir sind dann nach mehr oder eher weniger ausgieber Morgentoilette in unsere Arbeitskleidung, feste Schuhe, Jeans und meist sowas wie ein Holzfellerhemd (oder T-Shirt?) geschlüpft, ich glaube mich erinnern zu können, das wir auch irgendeine Art von Schutzweste oder so bekommen haben, und sind in die Hütte gekrochen, wo die Köchin, die noch früher aufgestanden ist, uns ein wahrlich königliches Frühstück vorbereitet hatte, Kaffee war auch schon fertig. Ich erinnere mich noch an viele Gläschen von Rapunzel, Schokocreme und Marmelade, an Spiegeleier, aber das alles hat mich gar nicht interessiert, denn es gab auch einen fantastischen Frischkornbrei mit geschnittenem Obst, sowas kannte ich vorher gar nicht, aber es war wundervoll, da hätte ich drin Baden können. Frischkornbrei for President! Und so ein guter, ist mir danach nie wieder untergekommen!

Dann haben wir unser Equipment zusammengesucht, haben uns Quellwasser, Kaffee oder Früchtetee aus riesigen Töpfen in die Feldflaschen gefüllt, den die Köchin auch vorbereitet hatte, und sind zu dem Waldabschnitt gewandert, der an dem Tag dran war, also das war meist so etwa ne halbe Stunde Weg. Wir hatten eine etwas ältere Frau mit ner schönen Stimme und einem riesigen Liederrepertoir in der Gruppe, die immer wieder zum Singen angestimmt hat, und wer konnte hat mitgesungen oder einfach nur gelauscht. Von ihr habe ich auch den Text zu allen 3 Strophen von dem Lied gelernt, daß sich zu unserem Smash-Hit der Woche entwickelt hat, und es hat auch super zur Stimmung dieser Woche gepasst:

WER NUR DEN LIEBEN LANGEN TAG . . .

Wer nur den lieben langen Tag
ohne Plag, ohne Arbeit vertändelt, wer das mag,
der gehört nicht zu uns.
Wir stehn des Morgens zeitig auf,
hurtig mit der Sonne Lauf
sind wir, wenn der Abend naht,
nach getaner Tat
eine muntere, fürwahr
eine fröhliche Schar

Bist du ein fleißiger Gesell
voller Lust, voller Leben, dann schwinge dich so schnell,
wie du kannst, auf dein Pferd.
Findst du kein Roß für deinen Plan,
keinen Wagen, keine Bahn,
dann lauf, was die Sohle hält,
zu uns in die Welt;
denn wir brauchen dich, fürwahr,
in der fröhlichen Schar.

Wenn dich die Leute unterwegs
einmal neugierig fragen, wohin die Reise geht,
sag: ins Jungbrunnenreich !
Jungbrunnen soll der Name sein,
drum stimmt freudig mit uns ein:
Leben soll, solang die Welt
nicht in Scherben fällt,
unsre muntere, fürwahr,
unsre fröhliche Schar !

Als wir dann im Wald angekommen waren waren, haben wir uns etwas verteilt, entweder näher beieinander, so daß man ein bißchen quatschen konnte, oder etwas weiter weg, wenn man lieber seine Ruhe haben wollte.
Unsere Aufgabe war Borkenkäferbekämpfung. Um die Brut der Borkenkäfer loszuwerden, werden die Bäume, wo sie Brüten von ihrer Rinde befreit, es werden also ein paar Bäume ggf. geopfert, um alle anderen von den Käfern zu beschützen. Das ganze funktioniert so, daß man mit einer Machete die Rinde abgezogen hat, in der die Käfer die Eier abgelegt haben, dann trocknet die Brut aus. Besser als Chemie sprühen. Das ist schon schwere Arbeit, aber niemand hat einen gehetzt, und wenn man nicht mehr konnte, hat man sich halt kurz hingesetzt, eine geraucht oder ein Schwätzchen gehalten, dann ging es weiter. Und niemand hat nachgefragt, wieviele Bäume man entrindet hatte, einige haben bestimmt dreimal so viel wie ich geschafft, aber unterm Strich hat das Ergebnis der ganzen Gruppe dem Wald auf jeden Fall was gebracht.
Der Geruch von Wald und frischem Holz war natürlich toll, auch so einen jungen, frisch geschälten Baum anzufassen, manche haben sich auch ein Stückchen Holz zum Schnitzen mitgenommen,, und ich glaube auch letzte bullige Antiesoteriker hat mal einen Baum umarmt.

Und es war schon etwas archaisch, wenn ich da etwas weg vom Schuß mit meiner Machete auf den Baumrinden rumgefuchtelt habe, und mir die Borkenkäferlarven ins Gesicht gepritzt sind. Hört sich eklig an, war aber gar nicht sooo schlimm, und obwohl ich eher zur schwächeren Hälfe der Gruppe gehört habe, habe ich mich gefühlt wie „The toughest Woman of the Universe“. Körperliche Arbeit ist unheimlich befriedigend, vorallem an der frischen Luft, mitten im Wald wo die Sonne grünlich durchschimmert, weit weg von der Welt und vorallem auch noch für einen guten Zweck! An manchen Tagen haben wir überhaupt keine anderen Menschen gesehen, und oft waren wir auch weit weg von den Wegen.

Irgendwann gabs Mittagspause, wir haben (natürlich mit entspechender Vorsicht und unter den Augen des Försters) ein kleines Feuerchen gemacht und den großen Topf, den wir mitgeschleppt haben aufgewärmt. Für das was in dem Topf war hatten wir einen Namen, den ich vergessen habe, sowas wie „Bergwaldeintopf“ oder so, das waren im Prinzip alle Reste vom Abendessen vom Vortag, mit Wasser oder Tomatensauce oder weiß der Henker was noch allem zusammengepantscht und von unserer gigantischen Köchin zu etwas total leckerem zusammenkomponiert. Ich meine, nach dem Weg in den Wald und Stunden Waldarbeit hätte Pappmachee wahrscheinlich auch ziemlich gut geschmeckt, aber die Köchen hat wirklich regelmäßig Glanzleistungen hingelegt, das war fantastisch, und wir haben die Pampe immer restlos aufgegessen. Ich glaub dazu gabs noch Käsebrot oder so. Und zum Nachtisch oder zum Kaffee hatte der Förster immer ein paar Tafeln Schokolade im Gepäck, auf diesem Weg haben wir die ganze wunderbare Rapunzelschokoladenpalette durchprobiert, vor 16 Jahren war so eine luxuriöse Bioversorgung alles andere als selbstverständlich. Das Bergwaldprojekt hat sich wirklich gut um uns gekümmert.

Dann haben wir noch ein paar Stunden Borkenkäfer geschlachtet, nach und nach haben sich die, die nicht mehr konnten zusammengesetzt und gequatsch oder gesungen, und wenn genug Leute in der Gruppe k.o. waren oder wenn der offizielle Feierabend angerückt war, sind wir wieder zurück zum Camp gewandert und haben nicht mehr sehr viel getan, außer aufs Abendessen zu warten. Vielleicht noch kurz im See erfrischt. Oder auf der Wiese rumgelegen. Oder so. Nach dem Abendessen sind die erstens Schlafen gegangen, andere haben noch Karten gespielt oder geratscht, aber es gab ja nur in der Hütte Licht, draußen wurde es früh dunkel, und ich glaub die meisten waren spätestest um 9 im Schlafsack, und trotz harter Isomatten (die waren damals auch noch nicht so luxuriös wie heute) habe ich jede einzelne Nacht lang und wunderbar geschlafen.
Am letzten Abend hat der lokale Förster frischen Fisch direkt aus dem Valchensee neben dem Camp gebracht, der nur ein paar Stunden vorher gefischt wurde, und ein guter Teil der Gruppe hat beschlossen, an dem Abend ganz unvegetarisch zu sein, und die Köchin hat uns tollen gebratenen Fisch gezaubert, das war für mich echt was besonderes.

Und eine Woche später bin ich zwar müde, aber trotzdem völlig erholt und beseelt von der schönen Erfahrung wieder nach Hause gefahren. Ich brauche im Urlaub normalerweise lange zum abschalten und die Welt hinter mir zu lassen, aber diese Woche hat mich ganz und gar alles vergessen lassen. Es war für mich, damals hab ich in der IT gearbeitet, eine völlig neue Erfahrung, und niemand muß nach Südamerika fahren, wenn sie/er mal mit Machete im Urwald rumfuchteln will. Ich habe einiges über Wald im allgemeinen und Borkenkäfer im besonderen gelernt und viel Freude erlebt.
In den letzten 16 Jahren hat sich beim Bergwaldprojekt sicher auch einiges geändert, ich habe gesehen, daß Altlach nicht mehr im Programm ist, bei vielen Projekten gibt es auch Unterbringung in Jugendherbergen oder ähnlichem, und es werden auch nicht immer Borkenkäfer bekämpft, es werden auch Bäume gepflanzt oder Wege gebaut oder befestigt oder andere Sachen, und auch zu unterschiedlichen Jahreszeiten. Die deutsche Webseite ist etwas komisch, aber schaut mal in der Schweiz.

Ich halte das ganze für eine großartige Sache, wichtig für unsere Bergwälder und absolut unterstützenswert. Aber auch wenn es euch mehr um das eigene Erfahren geht, oder ihr einfach mal ohne viel Geld und auf umweltfreundliche Art und Weise „Urlaub“ machen wollt, einfach mal was ganz anderes erleben wollt, kann ich das Bergwaldprojekt nur empfehlen. Und über Spenden freuen sie sich sicher auch.

Essig-Party

IMG_4113Ich habe heute eine kleine Essigparty gemacht, und hier ist die Gesamtausbeute:IMG_4114

Als erstes hab ich wieder Gurken eingelegt, aber diesmal hab ich ein anderes Rezept verwendet nämlich dieses hier.
Curry-Curcuma-Gurken hat sich nach ner guten Abwechslung angehört. Vermutlich war es das dann auch jetzt mit dem Gurken einlegen, ich krieg maximal nochmal ne ganz winzige Menge zusammen.IMG_4118

Dann hab ich Estragonessig gemacht, ich muß ja den schönen Estragon auch mal verwenden, und ich dachte, die kleinen Fläschchen sind auch was hübsches zum verschenken. Außer Estragon hab ich da noch paar Pfefferkörner, etwas Pepperoni, ein paar Senkörner und eine Wacholderbeere pro Flasche reingetan, und dann einfach mit Weißweinessig aufgegossen. Der soll dann mindestens 2 Wochen durchziehen.IMG_4116

Dann hab ich noch nen Kräuteressig gemacht, da ist so ziemlich alles drin, was der Garten hergibt: Majoran, Oregano, Rosmarin, Borretsch, Ysop, Bohnenkraut, Thymian und Estragon, und aus meiner magischen Einkochgewürzekiste, die ich letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt bekommen habe, hab ich noch Dillsamen, Koriandersamen, Pfefferkörner und ein Pimentkügelchen dazugetan.IMG_4115

Und weil von den Curcuma-Curry-Gurken ein bißchen Flüssigkeit im Topf übrig geblieben ist, habe ich noch einen experimentellen Curry-Curcuma-Essig gemacht, mit viel Currykraut aus dem Garten,etwas Curcuma und Currypulver, Senfkörnern und Pepperoni. Ich bin ja mal gespannt, was das wird.IMG_4117

Also ich habe eine supergute Ausbeute heute, und ich bin ganz motiviert, noch mehr zu machen. Ich hoffe, die Motivation hält sich für die nächsten Tage.

Erstes Einkochen aus dem Garten: Silberzwiebeln und Gurken

Jetzt habe ich es endlich geschafft, meine paar Silberzwiebeln einzukochen, außderdem habe ich meine zwei ersten Einlegegurken geerntet, eine Vorgebirgstraube und eine Extra Early.

Ich habe 3 Minigläschen gemacht, eine mit Silberzwiebeln, eine mit 2 Silberzwiebeln und der Extra Early, und eine mit einer Frühlingszwiebel und der Vorgebirgstraube.

Außerdem kamen in jedes Glas:
1 Stückchen Knoblauch
paar Zweigchen Dill von der Fensterbank
2 Pfefferkörner
1 Pimentkorn
ein paar SenfkörnerIMG_3776

Das ganze habe ich dann aus einer 2:1 Mischung aus Essig und Wasser, die ich aufgekocht habe übergossen.
Das soll erstmal ne ganze Weile stehen und durchziehen, und ich hoffe, das wird richtig fein. :-)
Silberzwiebeln hab ich nachgesäät, und so wie die Gurken rumwuchern, kommt da wohl auch noch so einiges nach. Ich glaub ich muß diesen Sommer fleißig sein…

Müll….

Stell Dir mal vor…..

und es wäre toll, wenn Du Dir das wirklich richtig vorstellst und ausmalst… und nicht einfach nur liest.

Stell Dir vor, jemand würde deine Wohnung, genauso wie sie jetzt ist, auf ein Grundstück beamen. Das ist ein großes Grundstück, und Du würdest da jetzt wohnen, und direkt aus Deiner Wohnungstür in den schönen großen Garten gehen können. Da sind vielleicht ein paar Obstbäume, Äpfel oder Pflaumen. Und Du könntest dort Blumen und Kräuter und Gemüse und Beeren anpflanzen, oder ein Stück Wiese wild wuchern lassen. Oder Kartoffeln anbauen. Oder was Dein Herz begehrt. Ein kleines Gartenhäuschen bauen oder eine Grillstelle. Vielleicht sogar ein paar Hühner halten. Jeden Morgen kannst Du Deinen Frühstückkaffe im Schlafanzug mit in den Garten nehmen, und die Vögel singen hören, und vielleicht läuft irgendwo ein Eichhörnchen rum.
Das ganze ist etwas außerhalb, Du hast also idyllische Ruhe, aber der nächste Ort ist nur wenige Kilometer entfernt.

Nimm Dir ruhig einen Moment Zeit, um Dir zu überlegen, was Du mit dem Garten anstellen willst, was Du als erstes sähen willst, oder was Du mit den Äpfeln vom Baum machst. Essen? Apfelmus? Vielleicht machst Du sogar Apfelwein? Und Du kannst den KollegInnen im Sommer Tomaten oder Kräuter mitbringen. Oder zu Halloween Laternen aus eigenen Kürbissen machen. Und Kürbissuppe. Und der Salat ist jeden Tag frisch…die Beeren werden direkt von den Sträuchern genascht….oder vielleicht werden sie zu Marmelade.

Kannst Du Dir da was schönes vorstellen für Deinen neuen Garten? Wie das für Dich wäre? Nimm Dir Zeit…

 

 

Und Du kannst da natürlich auch weiter dran rumphantasieren, nachdem Du den Rest gelesen hast…

 

 

Und jetzt stell Dir mal vor, es gibt keine Müllabfuhr. Du kannst alles mit Pfand zurückbringen, und es gibt einen Glascontainer und einen Metallcontainer und einen Papiercontainer, aber das war es. Keinen Restmüll, keinen gelben Sack. Alles was Du mit nach Hause bringst, darum musst Du Dich selbst kümmern. Du kannst jetzt in Deinem schönen Garten einen Komposthaufen anlegen, für die organischen Sachen. Und was machst Du mit dem Rest? Schau mal in deinen Mülleimer oder in Deinen gelben Sack, was da genau jetzt drin ist. Wo tust Du das hin? Einen Müllhaufen im Garten? In dem schönen Garten? Auf der Feuerstelle verbrennen? Das richt schon gleich fürchterlich ungesund und ist es auch. Und überleg mal, wie oft Du immer Deinen Müll runterbringst. Also wenn Du den schönen Garten nicht innerhalb eines Jahres zur Müllhalde machen willst, mußt Du Dir was überlegen, Du willst da ja bleiben bis Du alt wirst. Du bist jetzt für Deinen Müll selbst verantwortlich, und alles, wo du nicht aufpasst, landet im Garten.

Vielleicht ist es Dir das extra Geld wert, Johgurt im Glas statt im Becher zu kaufen, und Milch in der Flasche statt im Tetrapack, oder eine Einkaufstasche mitzunehmen, oder Beutelchen für loses Brot und Semmeln und für offenes Obst und Gemüse. Vielleicht ist es die Mühe wert, Produkte mit wenig Verpackung zu suchen, oder die eigene Tupperdose (oder ehemalige Eisdose) für den Aufschnitt mit zum Metzger zu nehmen, oder zum Bäcker für ein Stück Torte. Oder Bier mit Ploppverschluß zu kaufen, weil Du bei jedem Kasten sonst 20 Kronkorken übrig hast. Oder Du würdest Deo in Glasflaschen suchen, oder gleich selber machen, und überlegen, kaum verpackte Seife statt Duschgel und Schampoo zu verwenden, oder ne Rasierseife statt Rasierschaum, oder Mooncups und Stoffbinden für die Frauen, oder Stofftaschentücher. Das würde alles in Deinem schönen Garten landen sonst, oder in Deiner Wohnung vor sich hin gammeln. Vielleicht würdest Du auch immer ne Tasse im Rucksack haben, und Dir da Deinen Coffee to go reinkippen lassen, währen Du die Butterbreze dazu ohne Tütchen so auf die Hand nimmst. Vielleicht würdest Du manche Gerichte wegen der vielen Verpackung gar nicht mehr kaufen, und mehr Kartoffeln essen, mit denen hast du schließlich überhaupt keine Probleme, und vielleicht hast du sie ja sogar selber im Garten. :-).Oder Du reparierst Kleidung  oder den alten Rucksack, dann mußt du sie vielleicht erst nächstes Jahr wegschmeißen.

Es würde oft mehr Geld kosten, mehr Mühe kosten, manchmal ganz schön nerven. Aber für das eigene kleine Paradies würden wir wahrscheinlich schon einiges in Kauf nehmen. Niemand will eine Müllhalde vor der Tür, und auch keine Mülldeponie und keine Müllverbrennunganlage und kein Atommülllager. Und wir können nicht erwarten, daß die Politik das für uns löst, dabei kommt dann sowas wie „Freiwillige Selbstverpflichtung für die Wirtschaft“ raus. Wir kriegen verpackunsfreie und verpackungsarme Produkte, wenn wir sie genügend nachfragen und kaufen.Unser Müll ist unsere Verantwortung. Und wir alle können uns unseren schönen imaginären Garten vorstellen, wenn wir im Supermarkt oder sonstwo Entscheidungen treffen. Niemand ist perfekt, aber ein Stückchen besser kriegen wir das schon hin, oder? ;-) Wie würden wir uns entscheiden, wenn wir unseren Garten hätten? Und keine Müllabfuhr?

Und jetzt noch ein paar Anmerkungen:

1.) Es ist nicht immer einfach zu unterscheiden, was das beste ist. Zum Beispiel ein Joghurtbecher kann eine bessere Klimabilanz haben, wenn Becher und Deckel recycled werden, als ein Pfandglas, das von weit her kommt. Aber ich kann bewußt einen Joghurt von einer regionalen Molkerei kaufen, wo das schwere Johgurtglas nicht weit transportiert werden muss. Und so oder so landet das Joghurtglas nicht im Meer und als Mikroplastik in den Fischen, die wir essen. Und auch nicht alles Plastik, das im Container landet, wird auch recycled, und es ist gar nicht so einfach, das für den eigenen Container rauszufinden, ich hab das mal versucht und bin Buchbinder Wanninger-mäßig gescheitert.
2.) Mir ist bewusst, daß es einen Haufen dringende Themen gibt, unser aller Kraft und Energie ist begrenzt, und ich verstehe jeden zu tiefst, der lieber seine Energie dafür aufwendet, z.B. sich für bessere Bedingungen für Refugees auf den griechischen Inseln zu engagieren. Aber unser Klimaproblem ist auch dringend und geht nicht weg, das ist immer dringend und immer wichtig, außer man hat den Planeten schon aufgegeben. Also vielleicht gibt es ja ein paar Dinge, die ihr ohne allzuviele Mühe umsetzen könnt und wollt? Wenn ihr Euch euren Garten so vorstellt?
3.) Wenn das Interesse besteht, würde ich ab Montag eine einwöchige Paradiesrettungs-Testwoche ausrufen, in der die Beteiligten mal auf ihre Einkäufe achten, und schauen, wo sie was anders machen können, was umweltfreundlicher ist. Das wäre so eine Art Punktesammelspiel, jedes Stück gesparter Müll ist ein Punkt. Also die offenen Tomaten im mitgebrachten Sackerl statt den Verpackten zum Beispiel. Wenn es ein paar Interessierte gibt (Bitte in den Kommentaren Bescheid sagen), dann mach ich einen Paradiesrettungs – Testwochen-Blogpost am Wochenende, und ihr könnt drunter in den Kommentaren schreiben, was ihr wie vermieden habt, dann bekommt ihr nen Punkt und alle anderen ne Anregung, und ich überlege mir ein paar zum Thema passende Goodies zum Verteilen als Belohnung. Und eine Woche ist doch gar nicht so schlimm erstmal, oder?

 

Langer Nachtrag: Ich habe Bedenken, daß dieser Blogeintrag ein bißchen mit dem erhobenen Zeigefinger daherkommt, oder daß ich mich ein bißchen so hinstelle, wie ich das alles so toll mache, und evtl. unterstelle, daß ihr das nicht tut. Das würde ich gerne geraderücken.

Wenn ich hier irgendeinen winzigen Erfolg poste, zum Beispiel das Deo selbermachen, dann tue ich das, weil ich mich freue, daß mir was kleines gelungen ist, und das ich teilen möchte und ich erzähle gerne. Da hab ich Freude dran. Und ich habe immer ein bißchen die Hoffnung, daß vielleicht mal was dabei ist, was jemanden inspiriert, sowas auch mal zu probieren, oder das jemand sagt: also das kann ich auch!, oder das kann ich nicht, aber dafür kann ich das hier, oder: meine Lösung dafür ist noch besser, und manchmal funktioniert das auch. Ich weiß zum Beispiel, das wegen meinem damaligen Blogpost einige Leute sich entschieden haben, jetzt Stofftaschentücher zu verwenden. Das ist alles Kleinkram, und ich habe ein sehr kleines Publikum hier, aber es ist ein winziger kleiner Unterschied, den ich machen kann, wo ich ohnmächtig bin, große Unterschiede zu machen.Ich würde mich auch freuen, wenn jemand in den Kommentaren etwas ergänzt, oder vielleichtmal von einem eigenen ähnlichen Unterfangen berichtet, aber das ist sehr selten.

Und wenn ich in meinen Mülleimer schaue, sehe ich da vorallem 3 Großbaustellen:

Erstens sind da unzähle Zigarettenkippen, Asche und Zigarettenschachteln, das ist mal richtig unnötiger Dreck, es gibt außer Sucht überhaupt keinen Grund zu Rauchen, es kotzt mich regelmäßig an, und ich schaffe seit 20 Jahren nicht, etwas daran zu ändern. Bisher keine Chance.

Die zweite große Baustelle sind Einwegpfandflaschen, ich bin ein echter Pepsi-light-Junkie, und ich habe mich seit Jahrzehnten an die stetige Koffeinzufuhr gewöhnt, damit aufzuhören ist für mich etwa so schwer wie mit dem Rauchen. Vor 2 Jahren hab ich angefangen Kaffee zu trinken, damit ist es etwas weniger geworden, und immer wenn ich genug Energie dafür übrig habe, arbeite ich am (temporären) reduzieren. Aber die Alternative Leitungswasser (oder Tee) würde hier schon einen riesigen Unterschied machen. Schaff ich so nicht oder nur kurzzeitig. Das ist harte Arbeit für mich.

Die dritte Großbaustelle sind Lebensmittelverpackungen, und das dürfte bei vielen Leuten so sein.

Da kann man viele Sachen nur machen, wenn man entweder viel Geld hat, oder bereit ist, sich Mühe zu machen, oder beides.

Ich nehme mal das Beispiel Milch. Ich kann im Lidl mit 300 m weitem Fußweg ein Tetrapack für 40 Cent kaufen. Das nächtsbessere wäre eine Pflandflasche im Tengelmann mit 150 m Fußweg mit fairer Allgäuer Milch für 1,09 Euro. Und das beste hier wäre eine Flasche regionaler Milch aus Freising (S-Bahnbereich), die ist dann auch Bio und fair, für die ich hin und zurück 8 km zum plastikfreien Laden in die Schellingstraße machen muß, kostet 1,45 Euro. Kann ich nur mal ausnahmsweise bezahlen und schon gar nicht regelmäßig kräftemäßig stemmen. Aber manche Sachen kann ich schon machen, und was jeder machen kann ist ja sehr individuell. Ich bekomme jede Woche ne Kiste mit regionalem und saisonalen Gemüse, da ist nur in großen Ausnahmefällen ne Verpackung dran, z.B. Spinat kommt in ein Tütchen, und das meiste wird zurückgegeben und intern wiederverwertet, z.B. die Plastiktöpfchen, in denen wir Kräuter bekommen. Mit so ner Gemüsekiste komme ich klar, würden viele nicht, dafür kann ich nicht ohne Zigartten und jemand anders kann nicht ohne Auto. Verzicht ist es immer auch. Ich habe dieses Jahr kein einziges mal Spargel gegessen, weil ich immer so viel Gemüse im Kühlschrank hatte, und im Winter kommen mir die Kürbisse und der Kohl zu den Ohren raus. Außerdem zwingt es mich dazu, zu kochen oder zu schnippeln und einzufrieren oder einzukochen, oder mich zu bemühen, über Foodsharing oder Bekannten weiterzugeben, was ich nicht schaffe oder nicht mag, das gute Zeug nicht verderben zu lassen, wenn ich z. B. keine Kraft habe, mich um Essen zu kümmern. Das ist wesentlich schwerer für mich, als ne Pizza in den Ofen zu schieben. Und ich plane meine Mahlzeiten auch weniger danach, was ich essen will, sondern danach, was ich in der Kiste habe. Aber ich kriege auch viel dafür. Ich hab mich in meinem Leben im Schnitt nie so gesund ernährt, und selten so fantastisch leckeres Gemüse so frisch gegessen, auch Sachen die man einfach im Supermarkt kaum kaufen kann. Und gutes Gewissen noch obendrauf. Und dabei steh ich auf Fast Food und bin stinkefaul.

Naja, was ich wohl damit sagen will, ist, daß ich wahrlich alles andere als ein Vorbild bin, und daß ich weiß, wie oft es an Geld und Zeit und Kraft und konsequent sein und sich neben allem anderen auch darum noch Gedanken machen scheitert, da etwas zun. Und ich will auch niemanden dafür kritisieren, nicht auf’s Auto verzichten zu können oder zu wollen, oder aufs Rauchen, oder wenn’s jemandem ganz besonders wichtig ist meinetwegen auch nicht aufs gebleichte und bedruckte, parfümierte, weiche Klopapier.

Aber, wenn wir klimawandeltechnisch was rumreissen wollen, müssen wir das sehr bald tun, und leider auch auf Dinge verzichten, auf ein Stück Bequemlichkeit oder Geld oder Produkte, und ich finde alle, können ja das machen, was für sie noch am leichtesten ist, oder überhaupt möglich ist.  Und wenn ihr irgendweche kleinen Ideen im Alltag habt, oder coole Hacks, dann höre ich das sehr gerne! Und wenn ihr da was hingekriegt habt, mag ich auch Eure Erfolge hören!

Mir hilft die obige Phantasie vom Garten ohne Müllabfuhr immer wieder, mir radikale Gedanken über Alternativen zu machen, und 7 von 10 mal sind die dann für mich nicht praktikabel, aber es geht schon ein bißchen was, und phasenweise geht auch etwas mehr, und ich feiere auch kleine Erfolge. Und ich denke, es ist immer eine Kombination daraus, politische Änderungen vorranzubringen, und im persönlichen Bereich was zu tun. Private Entscheidungen sind auch oft politisch. Also, ich will niemandem was aufzwingen oder verbieten, aber ich würde mich sehr freuen, wenn das für jemand ne Hilfestellung ist, oder jemand davon ne Idee kriegt, oder jemand ne Kleinigkeit oder Großigkeit findet, die für sie/ihn persönlich machbar ist. Und ich freu mich auch, wenn ich eure Gedanken dazu höre, gerne auch unausgereifte Halbideen oder was auch immer.

Tintenfail

Ich bin ja immer wieder auf der Suche nach Möglichkeiten, wie ich halbwegs unaufwendig der Natur ein bißchen Dreck ersparen kann. Ich schreibe sehr viel auf Papier, ich mache mir z.B. täglich Todo-Listen, dafür nehme ich überwiegend Rückseiten von irgendwelchener Post, die ich bekomme, oder von ausgemistetem Papierkram oder Rechnungen oder so, Sachen, die schon Abfall sind, bevor ich sie benutze.
Ich schreibe mich relativ schnell durch Kugelschreiber durch, das sind ja Wegwerfartikel in der Regel, allerdings habe ich einen „guten“ Kugelschreiber, bei dem ich dachte, der hat ne neue Mine verdient. Die hätte da gleich über 3 Euro gekostet, das steht finde ich in keinem Verhältnis zum gesparten Dreck. Also hab ich gedacht, nehm ich einfach überwiegend meinen alten Patronenfüller, und ich habe mir einen Patronenadapter gekauft, so daß ich den jetzt mit dem Tintenfass „aufladen“ kann, anstatt ständig Plastikpatronen (oder Kugelschreiber) wegzuwerfen. Das ist nur ne wirkliche Kleinigkeit, aber viele Kleinigkeiten machen halt unterm Strich nen Unterschied, vorallem längerfristig.IMG_3749

Also bin ich heute losgezogen, und hab ein Tintenfässchen besorgt, das war in ner Papschachtel, und so hab ich nicht gesehen, daß der Fuß aus Plastik war. Das war ja mal ein richtiger Griff ins Klo, für so viel solides Plastik hätte ich wohl so um die 30 Patronen kaufen können. Ich hab mich unheimlich geärgert, und so geht der anvisierte Umweltschutz erst mit dem nächsten Glas Tinte los. Hmpf.

In dem Shop, wo ich den Adapter bestellt habe, gibt es auch Teelichter ohne Metallhülle, sie sind teurer als welche mit, aber das macht ja auch nen Unterschied, zumindest bei mir, ich benutze meine Duftlampe ziemlich häufig.
Was mir an der Aktion auch nicht gefallen hat, war die ganze Verpackung, auch wenn es nur Papier und Karton war, das war schon sehr durchdacht, und geht auch bei nem Versand nicht anders, aber das ist mir immer zu viel, ich bestelle überhaupt nicht gerne. Ich fände es ja schon echt toll, wenn es einen Laden gäbe, in dem man lauter solche Dinge kaufen kann, bzw. es gab ja auch mal Teelichte ohne Hüllen in Drogerien, das ist kaum noch zu finden. Als Gesellschaft insgesamt finde ich, sollte da viel mehr passieren, das sollte eine viel höhere Priorität haben, auch wenn es manchmal mühsam ist.

Aber ich habe auch das Privileg, daß ich Zeit habe, mir über sowas Gedanken zu machen, bei nem normalen Arbeitstag und zwei Kindern wäre das nicht drin, voallem weil wir ja täglich mit vielen dringenden und wichtigen Themen überschüttet werden. Und leider sind oft die besseren Lösungen auch teurer, das kann sich auch nicht jede leisten.

Foodsharing und ich, so sieht es zur Zeit aus…

Ich bin gerade sehr zufrieden, wie es mit dem Foodsharing zur Zeit für mich läuft. Seit einiger Zeit habe ich einen Tab zur Foodsharingseite immer offen, und schau immer mal wieder rein. Viele angebotenen Sachen sind sehr schnell weg, deswegen zahlt sich das aus.
Es ist auch sehr unterschiedlich, was die Leute so anbieten, ab und zu gibt es besonders tolle „Essenskörbe“. Kürzlich hatte ich einmal richtig Glück, und habe einen Berg Kaffee, Schokolade, Säfte und Müsli, alles fairtrade und bio bekommen. So etwas passiert selten.IMG_3397

Ein kleineres Glück ist es dann, wenn ich überhaupt keinen Bock auf Kochen habe, und jemand ganz in der Nähe bietet fertiges Essen oder belegte Semmeln an, das ist mir schon ein paarmal passiert. Gestern zum Beispiel, habe ich Karoffelsalat und eine Hähnchenkeule bekommen, das war toll.IMG_3560

Es gibt auch einen ganzen Haufen Leute, die regelmäßig Essen von Geschäften abholen, und das dann mit ein paar weiteren Leuten teilen. Ich habe schon zweimal eine große Tasche voll Obst, Gemüse und „MHD-Waren“, also wo das Verfallsdatum abgelaufen ist, abholen können, und irgendwelche Angebote von Bäckereiabholungen gibt es eigentlich immer, die sind aber meistens zu weit weg für mich, und ich soll ja auch nicht so viel Getreideprodukte essen. Es gibt aber auch immer wieder mal kleinere Häufchen, wenn jemand seine Ernährung umstellt oder das Vorratsregal überläuft…es gibt immer mal wieder Reste von Caterings oder jemand, der zum Beispiel die Reste vom Mittagessen in einer Kindertagesstädte verteilt.
Ich hatte auch schon zweimal Glück und gabe größere Mengen Sahne/Kaffeesahne bekommen, das spart dann richtig Geld.

Ich fange gerade an, ein paar FoodsharerInnen hier in der Umgebung mit Gesicht und Namen kennenzulernen, und da gehen die Wege auch mal direkter, den Kartoffelsalat habe ich zum Beispiel direkt per Telefon angeboten bekommen, das lief gar nicht über die Webseite. Das finde ich ziemlich klasse. Es gibt mir ein bißchen ein Gemeinschaftsgefühl.

Ich biete auch immer mal wieder Sachen selber an, wenn mir etwas aus meinem Ernteanteil vom Kartoffelkombinat nicht schmeckt oder zu viel wird, oder ich hab auch zwei dicke Büschel Liebstöckel und einen Salat aus dem Garten zu großen Freude der Empfängerinnen weitergegeben. Morgen gebe ich noch einen Salat weiter und bekomme dafür tiefgefrorene Würstchen und Fisch, weil die Dame gerade Veganerin wird.

Also zur Zeit nutze ich das Foodsharing ungefähr einmal die Woche in die eine oder andere Richtung, und ich freue mich nicht nur, daß dadurch weniger weggeworfen wird, und Ressourcen geschont werden, sondern mein Geldbeutel freut sich auch.

Stand der Dinge: 2016 keine Kleidung kaufen

Das erste Quartal ist ja jetzt fast rum, deswegen wollte ich mal kurz Inventur machen: Also ich habe dieses Jahr noch keine Kleidung und auch sonst keine Textilien gekauft. Stattdessen habe ich bis jetzt 4 Oberteile und eine Jeans durch Überfärben gerettet, 3 Jeans und 3 BHs durch flicken gerettet, und meine Mama hat mir ne ziemlich alte Bettwäsche gegeben, ich ich jetzt so lange verwende, bis sie auseinanderfällt, dann kommt die nächste alte Bettwäsche aus Mamas Schrank dran.

Ich habe jetzt auch beschlossen, das Kleidung die in erster Linie medizinische Notwendigkeit sind, nicht mitzählen. Ich hatte ja schon gesagt, daß ich ggf. Sandalen brauche, in die ich meine orthopädischen Einlagen reintun kann. Und was ich mir inzwischen auch sehr wünsche, ist so ein Angora-Schulter-Schlafjäckchen, weil meine Schulter nicht aufhört, mir Probleme zu machen. Diese beiden Sachen wären für mich dann ok zu kaufen, sofern ich sie mir mal leisten kann.

Und hier ist das heutige gerettete Oberteil:IMG_3186

Recycling-Geschenkboxen

Mein Papa hat morgen Geburtstag, und ich habe nichts gefunden, womit ich sein Geschenk einpacken kann. Dann ist mir eingefallen, daß ich mal ne reduzierte Großpackung Washi-Tape (oder wie das heißt) gekauft habe (das ist so Zierklebeband aus Papier und regulär viel zu teuer), und ich habe ein paar kleine Versandkartons, die hier noch rumlagen, damit beklebt. Ich bin total happy mit dem Ergebnis, ich finde, das ist recht hübsch geworden. Die Boxen kann man narürlich verwenden, um irgendwas drin aufzubewaren, aber ich hatte jetzt die Idee, daß das z.B. innerhalb der Familie auch wunderbar als Geschenkverpackung wiederverwertet werden kann, anstatt diese blöde Geschenkpapierkauferei, die ja eh überflüssig ist wie nur was. Also anstatt mit Tesa mit nem wiederverwertbaren Band zubinden, und wir bräuchten keine Geschenkverpackungen mehr kaufen. Und mit der Zeit könnten sich dann so ein paar hübsche Kartons ansammeln, die dann kreuz und quer zu den festlichen Anlässen durch die Familie wandern. Man kann ja auch einfach welche bemalen, oder Kollagen draufkleben, oder mit altem Stoff beziehen…Ich werde das mal vorschlagen…IMG_3173

Bücher teilen zum Thema Zero Waste? Sharing books on the topic zero waste etc.? (English version below)

Ich beschäftige mich seit dem Jahreswechsel mit dem Thema Müllvermeidung und reduzieren meines energetischen Fußabdruckes (und dabei dem Kapitalismus ein bißchen entkommen), und es gibt zu dem Thema ein paar Bücher (englischsprachig), die ich gerne dieses Jahr lesen möchte. Die Stadtbücherei ist hier nicht hilfreich, die hat die gar nicht, und ich habe mich gefragt, ob sich auch andere Leute für dieses Thema interessieren, so daß z.B die eine das eine Buch und die andere das andere Buch kaufen kann, und dann wird getauscht, oder so, oder wenn mehrere daran Interesse haben, alles einfach weiterreichen? Zum Beispiel. Vielleicht habt Ihr ja auch noch mehr Anregungen für Lesestoff zu dem Thema? Bitte hinterlasst in den Kommentaren, ob Ihr auf irgendweine Weise daran interessiert seit (mitlesen, teilen, selber was kaufen, was auch immer).

Es geht erstmal um folgende Bücher:

Naomi Klein – This changes everything Capitalism vs the Climate (I have this already/das habe ich schon)

Amy Korst – The Zero Waste Lifestyle

Paul Connett – The Zero waste solution

Sharing books on the topic zero waste etc.?
Lately I’ve been pondering how to reduce my waste and cut down on my energetic footprint (and getting a few steps away from capitalism while I’m at it), and there are a few books I’m interested in reading this year. The local library doesn’t have them, so I thought I’d like to share them with other people, maybe I buy one, and give it to somebody who in exchange buys another one and gives it to me after reading, or if more people are interested we just move them on along the line, or something like that. Maybe you have/know about more interesting reading material on and around that topic?
Please leave a comment if you’re interested in reading, sharing, buying or joining in another way. The list of books I have in mind is above.