Mein Briefkasten, die Post, die Stadtwerke, ihr Heftchen und ich.

IMG_4578Ich bin eine Briefkastenfetischistin. Ich will überhaupt nichts überflüssiges in meinem Briefkasten haben. Ich hab keinen Bock auf Werbung, keinen Bock auf unnötigen Umweltdreck, und auch keinen Bock auf ignorante Arschlöcher (ich sag es deutlich), die meine Wünsche hier missachten.

Ich stehe auf der Robinsonliste, bei meinem Internet- und Telefonanbieter habe ich mich für Werbeangebote sperren lassen, ebenso für Kundenmagazine meiner Krankenkasse, mein bevorzugter Klamottenversand darf mir keine Kataloge schicken, wenn ich irgendwo mal was bestelle, hagelt es sofort einen Anruf zum Sperren, wenn ich Werbung von denen im Briefkasten finde. Wenn ich Kataloge von Unternehmen bekomme, die ich nicht kenne, schicke ich gerne mal ein Datenschutzsauskunftsgesuch. Und wenn ich dabei rausfinde, das irgendein anderes Unternehmen meine Daten weitergegeben hat, kriegen die auch gleich ein Datenschutzauskunftsgesuch. Ich mache mir da immer wieder Mühe, weil ich es kann. Ich bin Erwerbsunfähigkeitsrentnerin mit wenig körperlicher Belastbarkeit aber erstmal viel Zeit.

Und im Normalfall ist das effektiv (also langfristig). Ich habe im Schnitt vielleicht einmal die Woche was im Briefkasten. Und meistens sind das Rechnungen, oder private Post, oder irgendwas, das wichtig ist oder das ich erwarte. Ein ewiges Ärgerniss sind Lieferdienste, die meinen Aufkleber „Keine Werbung und keine kostenlosen Zeitungen einwerfen“ ignorieren. An der Stelle muß ich mir nochmal was ausdenken.
Und sonst kriege ich nur noch sehr sporadisch irgendwas.

Und hier habe ich mich gerade an etwas sehr hartnäckigem festgebissen. Ich erzähle das etwas verkürzt, das waren viele Kontakte über Wochen hinweg, per Twitter, per Servicetelefon und per Mail, und es ist auch nicht chronologisch erzählt, weil es mehrere Themen teilweise parallel gab.

Die Stadtwerke München geben ein „Servicemagazin“ (schaut das gerne mal an, und überlegt Euch, wie Ihr das einordnen würdet) raus. Viele MünchnerInnen kriegen Strom und Wärme von den Stadtwerken, aber ich nicht. Und ich will dieses Heftchen nicht haben. Ich habe keinen Vertrag mit den Stadtwerken, also bin ich keine Kundin, ganz eindeutig. Deswegen habe ich schon vor vielen Monaten bei den Stadtwerken angerufen, und mich dafür Sperren lassen. Das wurde zwar angenommen, für adressierte Hefte. Aber unadressierte erhalte ich weiterhin.

Eine Servicemitarbeiterin argumentierte, daß ich ja Wasser von den Stadtwerken bekomme. Auch hierüber habe ich keinen Vertrag mit den Stadtwerken, höchstens mein Vermieter, dann ist der Kunde, und mit dem gleichen Argument könnte die Straßenbaufirma, die in München die Straßen baut, auf denen ich gehe, argumentieren, daß ich ihre Kundin bin. Dann ging es darum, warum die Stadtwerke denken, meinen Aufkleber „Keine Werbung und keine kostenlose Zeitungen einwerfen“ ignorieren zu dürfen.

Zuerst hieß es, das ist keine Werbung, denn es sind ja redaktionelle Beiträge drin.

Dann sagte ich, also ist es eine kostenlose Zeitung, die laut meinem Aufkleber auch nicht eingeworfen werden darf.

Dann hieß es, nein, es ist keine kostenlose Zeitung, es ist eine „wichtige Verbraucherinformation“, die trotz der Aufkleber eingeworfen wird. Dann habe ich gefragt, wo denn in dem Heft eine „wichtige Verbraucherinformation“ ist, und ob sich in 2017 nicht alle über Unternehmensebseite, Facebook, Twitter, Newsletter wichtige Verbraucherinformationen holen können, und in welchem Gesetz oder Gerichturteil oder in welcher Vorschrift das steht, daß „wichtige Verbraucherinformationen“ trotz Aufkleber eingeworfen werden dürfen.

Das habe ich mindestens zweimal gefragt, aber das hat die Servicemitarbeiterin nicht beantwortet.
Stattdessen sagte sie mir, daß diese Sache mit der „wichtigen Verbraucherinformation“ ein Angebot der Post wäre, und daß die Post an alle liefert, ohne Möglichkeit, sich sperren zu lassen.

Also habe ich bei der Servicenummer der Post angerufen, und dem Postservicemitarbeiter die Lage geschildert, daraufhin fragte er mich nach meinen Adressdaten und sagte mir, ich wäre fortan dafür gesperrt.

Erstmal hatte ich da kein großes Vertrauen, daß das klappt, aber einige Zeit später klingelte mein Briefträger wegen einem dicken Umschlag, und bei der Gelegenheit hat er sich herzlich bei mir über meine Beschwerde bedankt, weil er mit diesem Riesenpapierwust von den Stadtwerken so unglücklich ist, den er immer an alle verteilen muß, ob sie wollen oder nicht. Er wurde wohl gefragt, ob ich so einen Aufkleber auf dem Briefkasten habe.

Daraufhin habe ich mich nochmal an die Stadtwerke gewendet, zum einen um zu sagen, daß die Info, daß keine Sperrung möglich ist, falsch ist.
Und ich hab noch einmal klargestellt, daß ich keine Kundin bin und nochmal nach der Rechtsgrundlage für das Ignorieren des Aufklebers gefragt, und weil ich den Eindruck hatte, daß sich die Mitarbeiterin sehr rauswindet oder gar nicht reagiert, habe ich auch explizit gesagt, daß Sie gerne meine Fragen an andere Stellen weiterleiten kann, wenn sie dem selbst nichts zuzufügen hat. (Also das alles wurde vom Service-Twitteraccount bzw. der Service-Emailadresse beantwortet, das sind keine offiziellen Aussagen der Stadtwerke).

Darauf kam die Antwort, daß sich die Mitarbeiterin mit Ihrem Ansprechpartner bei der Post in Verbindung gesetzt hat, der noch einmal bestätigt habe, daß es sich dabei um eine unaddressierte Sendung handle, und da gebe es keine Möglichkeit sich sperren zu lassen, es würde beide wundern, daß ich so eine Aussage erhalten habe, und ob ich den Mitarbeiter bei der Post und dessen Telefonnummer nennen könnte. Darüber hinaus ist alles unbeantwortet geblieben.

Ich schrub zurück, daß ich den Mitarbeiter bei der Post nicht nennen kann, daß es aber ganz offensichtlich weitergeleitet wurde, da mein Briefträger mich darauf angesprochen hat.
Dann fragte ich nochmal nach den Rechtsgrundlagen der Verteilung, und wer entscheidet, was eine wichtige Verbraucherinformation ist. Ob das die Stadtwerke entscheiden,weil sie das so wollen, oder die Post, weil sie damit Geld verdienen will?

Die Mitarbeiterin wiederholte, daß das ein Angebot der deutschen Post sei, und die Stadtwerke das wahrnähmen. Bevor ein neues M-Direkt gedruckt würde, würde die Post dies auf Werbegehalt prüfen und ob M-Direkt die Verteilkriterien „sämtliche Haushalte“ erfüllen würden.

Und an der Stelle bin ich noch wütender geworden, als ich eh schon war.

Ich weiß nicht, was die Rechtsgrundlage ist, mit der die Aufkleber ignoriert werden dürfen.
Ich weiß auch nicht, was die Prüfkriterien für Werbegehalt sind (die Post hat kein Kontaktformular oder Serviceemail, nur Telefon, aber das hätte ich gerne schriftlich erfragt, war bislang zu faul zum Brief schreiben, hab auch auf der Webseite beim groben schauen nichts gefunden) und auch ganz ohne Werbung ist es noch ne kostenlose Zeitschrift
Oder die Kriterien für sämtliche Haushalte.

Aber ich weiß, wie so ein Heftchen aussieht. Es sieht ganz und gar nicht nach wichtiger Verbraucherinformation aus. Und ich weiß, daß die Post das prüft, die ein finanzielles Interesse daran hat, in welcher Stückzahl sie die Dinger verteilen kann. Und auch die Stadtwerke haben ein Interesse an der Verbreitung. Ich hab da meine Zweifel, wie neutral so eine Prüfung sein kann, und je mehr die Mitarbeiterin sich da rauswund oder nicht reagierte, desto mehr habe ich das Gefühl, daß da mal viel Licht in diese Intranzparenz gehört.

Laut der Webseite der Stadt München gab es Ende 2015 (das sind da die letzten Zahlen) 822.906 Haushalte in München, ich würde denken, es gibt ähnlich viele Briefkästen.
Ich habe keine Ahnung, wieviele davon Aufkleber auf dem Briefkasten haben.
In meinem Haus sind von 18 Briefkästen:
10 mit Aufkleber „Keine Werbung und keine kostenlosen Zeitungen einwefen“
3 mit Aufkleber „Keine Werbung einwerfen“

Also ich vermute es geht bei jeder unaddressierten Ausgabe um hundertausende Haushalte, die das trotz Aufkleber bekommen. Das ist jetzt nicht so wenig, das ist ne Menge ungewolltes Altpapier. Und letztes Jahr gab es vier Ausgaben (ich weiß nicht, wie viele addressiert waren). Ich finde, das ist so ne große Menge, daß es sich lohnen würde, da dranzubleiben.

Die Stadtwerke wollen offenbar das Ignorieren der Aufkleber („alle Haushalte“), denn sie lassen das Heftchen extra daraufhin prüfen, sie könnten sich auch von Anfang an dazu entscheiden, die Aufkleber zu achten, oder Ihre Heftchen zu addressieren (dann kann man sich nämlich sperren lassen oder zufügen lassen). In dem ganzen Dialog hatte ich keine Sekunde das Gefühl, daß es irgendwen kümmert, daß ich das Heft nicht will, im Gegenteil. Nichtmal was in die Richtung wie „Ihre Beschwerde wird weitergeleitet“ oder irgendwas. Und die Stadtwerke versuchen sich immer in ein umweltfreundliches Licht zu rücken, auch mit diesen Heftchen, das wär doch mal ein Ansatz, weniger Müll zu produzieren.

Ich war so wütend über die ganze Sache, ich hab nochmal geantwortet, unteranderem habe ich die Mitarbeiterin aufgefordert mal Tacheles zu reden, sie solle doch einfach sagen
„Ja wir machen das, weil wir das so wollen, und uns ist scheißegal, ob Sie nen Aufkleber haben oder wie Sie das finden.“.
Genau das Gefühl hatte ich nach dem Dialog. Und überraschenderweise habe ich auch bisher keine Antwort mehr bekommen. ;-)

Fazit: So wie es sich mir im Moment darstellt, werde ich das Heftchen wohl nicht mehr bekommen. Ich kann es also an dieser Stelle auf sich beruhen lassen. Ich ziehe noch in Erwägung, die Verbraucherzentrale hinzuzuziehen, da muß ich aber erstmal auch 25 Euro auf den Tisch legen.

Aber über mich selbst hinaus erbost mich die ganze Sache, und der ganze Umweltdreck. Ich bin keine Journalistin, die da mal Anfragen an die Pressestelle richten kann, hab keine Routine im Nachrecherchieren und ich bin auch finanziell nicht so ausgestattet, daß ich mich da so richtig reinverbeissen kann, auch ggf. rechtlich.

Aber wenn das jemand möchte, kann ich meine Unterstützung anbieten. Ich finde einfach, so geht es nicht. Aber vielleicht finde nur ich das so.

Disclaimer: Ich finde die Stadtwerke München sind ein sympathisches Unternehmen. Aber: Sympathische Unternehmen machen sowas nicht.

Altersproporz

Es gibt ja so einige Maßnahmen, die innerhalb von Parteien für mehr Gerechtigkeit sorgen sollen. Männlich-weibliche Doppelspitze, oder jeder zweite Listenplatz gehört einer Frau, oder ein Ost-West-Ausgleich, oder ein Regional-Ausgleich.

Aber was ich noch nie gehört habe, ist ein Altersausgleich. Den fände ich so langsam aber ziemlich angebracht. Zum einen, weil die Jüngeren in unserer überalterten Gesellschaft die Minderheit sind, und zum anderen, weil ich ihnen insgesamt eher ein Interesse daran unterstelle, die Zukunft zu gestalten anstatt Pfründe zu sichern, die sie noch gar nicht haben. Ich finde, jüngere Menschen müssen in einem viel größerem Rahmen beteiligt werden.

Wenn man im Moment als junger Mensch in eine Partei eintritt, ist man wahrscheinlich im Normalfall schon mindestens jenseits der 40, bis man Gestaltungsmacht hat, mit ein paar Ausnahmen vielleicht. Es gibt ja genug alteingesessene, bekanntere und erfahrene Köpfe, die ja keinen Posten oder Anspruch auf einen Posten freiwillig hergeben (Also ich zähl jetzt nicht durch, wer im Bundestag oder in Landtagen oder in Parteiämtern alles unter 40 ist). Kein Wunder, daß Parteien für jüngere nicht so attraktiv sind, und überall der Nachwuchs fehlt. (Und die Eintrittswelle von jüngeren Leuten im Moment ist wohl weniger der Attraktivität der Parteien geschuldet, sondern schlicht Notwehr).

Deswegen fände ich Alt-Jung-Doppelspitzen etwas total wichtiges. Erfahrung kombiniert mit frischem Wind. Oder einen Proporz. Irgendeine klare Perspektive für Jüngere, an der Macht beteiligt zu sein. Leider seh ich das irgendwie nicht kommen.

Warum ich Mitglied bei der Linken werde

Vorab: Ich war vorher nie Mitglied einer Partei und wollte das auch nie, auch wenn die Piraten eine Zeit lang sehr interessant waren. Ich bin da keineswegs eine Überzeugungstäterin, sondern betrachte es eher als notwendiges Übel.

Ich war extrem frustriert darüber, daß der Vorstand der Linken Sarah Wagenknecht zur Spitzenkandidatin gemacht hat, anstatt die Mitglieder zu befragen. Ich habe mich gefragt, ob die Linke so für mich überhaupt wählbar ist.

Ich bin mit vielem was Sarah Wagenknecht so von sich gibt nicht einverstanden, und sie ist nunmal die Lautsprecherin der Linken. Aber: Mit den allermeisten LautsprecherInnen anderer Parteien bin ich viel, viel weniger einverstanden, und in Zeiten wie diesen können wir meiner Meinung nach nicht darauf verzichten, unsere Stimmen ins Parlament zu tragen. Und in einer linken Fraktion hat Sarah Wagenknecht auch nur eine Stimme, genau wie alle anderen Linken, die wir ins Parlament wählen, und je mehr das sind, desto mehr können auch andere Stimmen lauter werden.

Und für mich ist die Linke auch viel mehr als das geringste Übel oder eine Stimme gegen die AfD (und da brauchen wir jede).

Auch wenn Sicherheit und Flüchtlingspolitik in aller Munde sind, wählen wir ein Parlament für alles. Und für mich steht Sozialpolitik ganz vorne dabei.

Die Linke will Hartz4-Sanktionen abschaffen. Das ist für mich schon quasi alternativlos.
Die Linke will Erbschaftssteuer, Vermögenssteuer und umverteilen. Da bin ich dabei, und da seh ich bei den anderen Parteien nicht viel und ich halte das für allerdringendst notwendig.
In vielen Punkten steht die Linke für einen Richtungswechsel, und darüber hinaus steht sie für vieles, was ich richtig finde.
Auch wenn mir einige Details nicht so gefallen, die grobe Richtung stimmt, und zwar so viel mehr als bei allen Alternativen.

Und darauf warten, daß mir die perfekte Partei mit den perfekten KandidatInnen angeboten wird kann ich lange. Und auch darauf, daß die Anarchie ausbricht. Das wird nicht passieren. Ich finde es im Moment viel mehr sinnvoll, mit dem zu arbeiten was da ist, und positiv darauf einzuwirken (zum Beispiel als Linken-Mitglied fürs Regieren anstatt Opposition zu appellieren), deswegen gehe ich diesen Schritt. Ich möchte der Linken den Rücken stärken, in meinen Augen ist sie die letzte linke Partei die wir noch haben, und ein Richtungswechsel in der Politik ist wirklich bitter nötig, hierfür ist die Linke die einzig wählbare Partei. Und jetzt ist die Zeit in die Linke einzutreten, oder mit Ihr zu reden und sie hören zu wollen, und sich einzubringen, nach der Bundestagswahl ist es zu spät.
Aber:
Das wird eine Mitgliedschaft auf Bewährung. Das bedeutet nicht, daß ich ab jetzt bei jeder Wahl die Linke wähle.
Das bedeutet auch nicht, daß ich jetzt 30 Jahre lang Mitglied bleibe, egal was für Mist gebaut wird.
Und das bedeutet auch nicht, daß ich mich fortan nur noch für die Linke Engagenment aufbringe, ich bin nach wie vor der Meinung, daß Politik von unten und außerhalb der Parlamente gemacht wird, es braucht beides.

Es bedeutet daß ich starke linke Kräfte und einen Richtungwechsel in der Politik sehen will, und hiermit meinen winzigen Beitrag leisten will. Und als Parteimitglied kann ich vielleicht eher Einfluß auf die Dinge nehmen, die ich gerne anders hätte.

Frischkornbrei

Ich habe zu Weihnachten eine Getreidemühle geschenkt bekommen, und esse seitdem morgens Frischkornbrei. Und ich bin so dermaßen vollbegeistert, daß ich mal ein bißchen davon schwärmen will. Das schmeckt nämlich nicht nur saulecker, das macht auch lange satt, und gesund soll es auch sein. Ich habe irgendwo gelesen, daß Frischkornbrei zehnmal gesünder ist als Brot, ob man das glauben kann, weiß ich auch nicht, aber ich bin jedenfalls happy.

Und es ist ganz einfach: Man mahlt abends ein paar Körner, also ich nehme so 1,5 bis 2 Esslöffel, dann tut man Wasser zum aufquellen dazu, so daß alles bedeckt ist. Und mindestens 6 Stunden später kann man dann mischen und essen.img_4563

img_4564img_4565img_4566Das tolle ist, daß man quasi unendlich mischen und reinschmeissen kann, und meine Liste ist jetzt unvollständig und quasi alles ist optional. (also alles außer den Körnern wird erst am nächsten morgen reingeschmissen)

Körner (eine Sorte pur oder gemischt): Ich hab Dinkel, Buchweizen und Quinoa, aber es geht quasi alles: Emmer, Grünkern, Hirse, Hafer, Gerste, Roggen, Reis, Weizen, Einkorn….

Obst: Äpfel, Pflaumen, Ananas, Kompott, Dosenobst, Tiefkühlobst, Beeren, Birnen, Aprikosen, Melone, Apfelmus, Rote Grütze, Smoothies, Marmelade, Kirschen, Trockenobst, Datteln, Feigen, Pfirsiche, Nekarinen, Mandarinen,…

Nüsse: Walnuss, Cashew, Haselnüsse, Pekannüsse, Paranüsse, Mandeln, Macadamia, Kokosnuss, Erdnüsse, Backreste wie gemahlene Mandeln, Kokosflocken…

Süsses: Honig, Ahornsirup, Zuckkerrübensirup, Holunderblütensirup, Rosensirup, Apfelkraut, Raspelschokolade, Nutella, Karamell/Schokoladensauce, Smarties, Baileys, Eierlikör, …

Gewürze: Zimt, Vanille, Anis, Kardamon, Lebkuchenmischung, Nelkenpulver, Rum, Whiskey, …

Saaten: Leinsamen, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Pinienkerne, Chia, …

Milchrodukt/Ersatz: Milch, Kefir, Sauermilch, Johgurt, Fruchtjohgurt, Quark, Sojamilch, Mandelmich, Kakao, Bananenmilch, Sahne, Trinkjohgurt, Vanillepudding, Vanillesauce, …. oder nur Wasser geht auch.

Sonstiges: Zirtonensaft, Leinsamenöl, Kokosmilch, Ingwer, Algenpulver, …

Herzhafter Frischkornbrei: getrocknete Tomaten, Kräuter, Radießchen, Gurke, geraspelte Möhren, gesalzene Pistazien, Frischkäse, Kräutercreme Fraiche, Sprossen, Käse, Paprika, Pepperoni, Pesto, …

Also, der Phantasie sind überhaupt keine Grenzen gesetzt und es muss auch nicht unbedingt gesund sein. Und das ist echt wunderbar. Ich freu mich jeden Morgen aufs experimentieren, und das wird glaub ich so schnell nicht langweilig.

Gebrauchte Getreidemühlen gibt es übrigens bei ebay.

Winterspaziergang

Die Gegend hier ist ja fürchterlich langweilig zum Spazierengehen, hier gibt es nicht viel zu sehen, außer langweilige Wohnhäuser, Discounter, Bäckereiketten und so. Deswegen habe ich heute mal Versucht, Kleinigkeiten zu entdecken, das hat mir auch Spaß gemacht und ich glaub das mach ich wieder. Hier sind die Eindrücke:

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Update zu meinen paar Euros.

So, ich habe jetzt meine Entscheidungen getroffen, wer davon profitieren soll, daß meine Telefongebühren billiger werden. Ich habe Daueraufträge in Höhe von 1 Euro an folgende Empfängerinnen eingerichtet (Ich bin zu faul zum Verlinken, ich verlinke nur die, die nicht im letzten Post mit drin waren):
taz
netzpolitik.org
Tacheles e.V.
sanktionsfrei e.V.
Gesellschaft Für Freiheitsrechte
Grundrechtekommitee e. V.
Antifaschistisches Informations- und Dokumentationsarchiv e.V. (Supporting my local antifa)
Postkult e.V. (für den Umsonstladen)

Und ich warte noch auf eine Kontonummer vom nd und vom Kafe Marat

Ich hab jetzt den ganzen Bereich Freie Software und Internetverteidigung und so rausgenommen, weil weder die EFF noch die FSF ne Kontonummer anbieten, und ich weder Paypal noch Kreditkarte noch Bitcoin nutze. Und um gnusocial zu unterstützen, hoffe ich einfach mal auf eine Gelegenheit, direkt einen Beitrag zu leisten, oder überweise mal was, wenn jemand nen Engpass bei seiner/ihrer Instanz hat.

Damit bin ich jetzt sehr zufrieden, und ich freue mich dann jeden Monat darüber, wenn ich meine Kontoauszüge lese. \o/ Und ich freue mich auch sehr, daß ich mich ein winziges bißchen gesellschaftlich/politisch beteiligen kann, das ist sonst sehr schwer für mich. Und Petitionen unterschreiben reicht halt nicht. Nicht in 2017.

Im Jahr 2016 keine neue Kleidung kaufen/Und 2017?

Ich hatte mir ja am Anfang des Jahres vorgenommen, dieses Jahr gar keine neue Kleidung zu kaufen, mit 2 Ausnahmen: Ich wollte ein richtig gutes Stück und ich wollte den Gesundheitsbereich ausklammern. Und jetzt wollte ich mal erzählen, wie es gelaufen ist, auch wenn das Jahr noch ein paar Tage hat.

Erstmal: Ich hab in irgendeinem Artikel (ich weiß leider nicht mehr wo) gelesen, daß im Schnitt alle Deutschen pro Jahr 60 Kleidungsstücke kaufen. Wow. Ich weiß nicht, ob da alles mitgezählt wird, was TouristInnen in Deutschland kaufen und exportieren, in München gibt es da einige, aber ich finde diese Zahl absurd hoch, unvorstellbar hoch.

Also, dann erzähl ich mal:

Ich habe tatsächlich im Gesundheitsbereich was angeschafft, das wusste ich ja vorher, nämlich ein Paar orthopädische Sandalen für meine kaputten Knie, und einen Angora-Schulterwärmer für meine kaputte Schulter. Beides super, und für beides Danke an meine Sponsorin für die finanzielle Hilfe dabei. :-)

Und ich war auf der Suche nach einer schönen Hose oder einem schönen Pulli, nach einem potentiellen Lieblingsstück, das möglichst nicht von Kinderhand genäht ist, aber ich bin nicht fündig geworden, also habe ich stattdessen 2 Paar wirklich hübsche Socken gekauft. Genaugenommen sind das ja 4 Kleidungsstücke, aber das ist viel weniger Stoff (und viel weniger Geld) als z.B. ein Pulli, also habe ich einen Deal mit mir selbst gemacht, und das ok gefunden.img_4503

Aber: Ich habe mir eine Jeans zum Geburtstag gewünscht und auch bekommen. Die hab ich zwar nicht bezahlt, aber ich zähle sie trotzdem mit, weil ich sie mir ja nicht hätte wünschen müssen. Immerhin wurde sie von Erwachsenen mindestens zum Mindestlohn genäht.

Ich hab es also nicht ganz geschafft, aber fast. Ich habe dieses Jahr auch keine gebrauchten Sachen gekauft oder geschenkt bekommen, wenn ich mich recht erinnere. Das hab ich geschafft, weil mir einmal meine Mama einen Pulli repariert hat (der ist gestrickt, das kann ich nicht selber), ich selbst habe bestimmt 5 mal Hosen geflickt, und BHs, ich habe jetzt keinen einzigen BH, der noch nicht genäht ist (diese verdammten Bügel). :-)

Insgesamt bin ich sehr zufrieden.

Kleidungsvorsätze für 2017

Also insgesamt ist meine Garderobe ziemlich runtergewirtschaftet. Ich habe 2 Pullis, die nahe am Ruin sind. Da muß ich wohl entweder einen kaufen oder einen Nähen als Ersatz, ich habe genau so viele Pullies, wie ich brauche.

Hosen hab ich zwar einige, aber nur zwei die mir wirklich passen, davon bekommt eine demnächst ihren dritten Flicken. Also eine weitere Hose wäre toll, aber ein wirklicher Luxus, das würde ich nur machen, wenn ich eine wirklich schöne finde. So bestes Stück mäßig, eine die auch ok für gesellschaftliche Anlässe wäre, aber nur, wenn ich so eine finde, noch eine so la-la Hose, die nur halbgut passt brauch ich wirklich nicht. Leider komme ich mit meiner Nähmaschine nicht durch Jeansstoff durch, sonst könnte ich die unpassenden ändern. Ich hab kürzlich eine tolle gesehen (da hatte ich meine Socken aber schon gekauft) , wenn die es ins nächste Jahr und in den Ausverkauf schafft und reduziert wird, überleg ich mir das.

T-Shirtmäßig komme ich mit etwas Glück noch ein Jahr durch, aber das wird knapp.

Socken und Strümpfe sind kein Problem, aber ein richtiges Problem krieg ich mit Unterwäsche, die wird irgendwann schlicht auseinanderfallen. Und die kann ich auch nicht gebraucht besorgen oder selber nähen.

Also insgesamt sag ich mal für 2017: 1 Pulli, maximal 1 Gutes-Stück-Hose, maximal 8 Teile Unterwäsche, und ein Joker, falls beide Pullis oder ein T-Shirt den Geist aufgeben. Also 10 + 1. Alles andere muß ich nähen oder gebraucht aufteiben. Das ist der Vorsatz. Mehr als letztes Jahr aber deutlich weniger als 60.

Ein Euro für wen?

Ich habe gerade einen neuen Telefon/Internetvertrag abgeschlossen, und ich zahle für die nächsten 2 Jahre 15 Euro weniger als bisher. Ich möchte das freiwerdenen Geld dafür nutzen, einen Teil der Projekte zu unterstützen, die ich eh nutze oder ganz wichtig finde, und für die ich sonst kein Geld habe, egal wie wichtig ich sie finde. Ich möchte 5 Euro pro Monat in meinem Budget für spontane Aktionen offen lassen, und 10 Sachen mit je einem Euro für 2 Jahre/bis auf weiteres unterstützen (und möglicherweise zwischendurch EmpfängerIn wechseln). Das ist nicht, viel, eher symbolisch, aber das ist das, was ich kann. Bei manchen Sachen bin ich sicher, wer mein Geld haben soll, bei anderen kann ich ein bißchen Input gebrauchen. Mein neuer Vertrag läuft ab Januar, so daß ich zwischen den Jahren in Ruhe Daueraufrtäge einrichten kann, und ich hoffe, mit Eurem Input bis dahin noch die Empfängerinnen der letzten Euros festzulegen. Am Ende schreibe ich nochmal ein paar Worte zu meiner Motivation.

Medien

Die Medien haben es ja echt nicht einfach, aber sie sind sooo wichtig für uns, deswegen unterstütze ich gerne ein paar, und vielleicht habt Ihr ja auch nen Euro übrig und wollt Eure Lieblingsmedien unterstützen.

Netzpolitik.org
Der erste Euro geht an Netzpolitik.org , nicht nur für die immens wichtige Arbeit, sondern auch weil sie nach wie vor kostenlos Inhalte anbieten, so daß nicht so reiche Leute wie ich nicht ausgeschlossen werden. Vielen Dank dafür, das ist so wichtig.
In der rechten Spalte steht hier eine Kontonummer zum Geld rüberschieben.

Der zweite Euro geht an die taz.
Auch die taz lässt mich uneingeschränkt mitlesen, und auch wenn sie nicht meine Hauptnachrichtenquelle ist, möchte ich sie für ihr Geschäftmodell belohnen, und Danke dafür sagen.
Die taz kann man hier unterstützen.

Der Dritte Euro geht an das nd:
Hier können Leute mit wenig Geld zwar nicht uneingeschränkt mitlesen, aber als ich das thematisiert habe, bin ich auf freundliche und verständnisvolle Ohren gestossen, ich denke es gibt da ein Problembewusstsein, und mir wurde für ein halbes Jahr ein Account aus Spendengeldern freigeschaltet. Vielen Dank hierfür. Aber ich wünsche mir langfristig eine Lösung für alle, keine Privatlösung, deshalb soll mein Euro eine Ermutigung an das nd sein, eine Möglichkeit zufinden, die arme Menschen teilhaben lässt.
Hier habe ich keine Kontonummer für Spenden gefunden, aber das reiche ich nach, wenn ich das rausfinde.

Kein Euro für die SZ
An die SZ habe ich vor einer ganzen Weile einen offenen Brief geschickt. Damals hatte ich etwas Kontakt, meine Kritik wurde aufgenommen und weitergeleitet, mir wurde für ein Jahr ein Account freigeschaltet, ich habe dann aber trotz entsprechender Zusage nichts mehr gehört, ich habe auch nicht davon gehört, daß sich für ärmere Menschen irgendwas geändert hat, und auf meine letzte Emailanfragen habe ich nicht einmal mehr eine Antwort bekommen. Inzwischen muß man bei der SZ Online auch den Adblocker ausschalten oder sich registrieren und sein Leseverhalten mitloggen lassen und sich dann Aboanbebote unterbreiten lassen. Auch wenn man gar kein Abo bezahlen kann. Privatsphäre gibt es nur für Leute, die sich ein Printabo oder die SZ am Kiosk leisten können, oder die sich Werbung reinziehen (auch wenn sie nichts kaufen können). Also unterm Strich gibt es dafür keinen Euro von mir. Schade. Die SZ hat bestimmt mehr Geld als die taz und könnte sich was ausdenken, wenn sie wollte.
Wenn Ihr der SZ Geld geben wollt, müßt ihr das selber raussuchen, ich fühl mich da grade nicht so solidarisch.

Ganz allgemein finde ich, daß auch arme Leute jenseits vom Fernsehen Zugang zu Meinungsvielfalt und soliden/hintergründigen Nachrichten haben sollten, und daß auch Wirtschaftsunternehmen eine gesellschaftliche Verantwortung tragen. Dafür sollten sich allgemeine Lösungen finden lassen.
Und es gibt auch ganz viele kleinere journalistische Angebote, die ich wichtig finde und gerne unterstützen würde, es kann sein, daß ich im Laufe der zwei Jahre hier noch wechsle. Ich denke zum Beispiel an ÜberMedien, an die Graswaswurzelrevolution, und die vielen kleineren und spannenden Sachen, die mir in den Social Media reinflattern. Anregungen für weitere unterstützenswerte Medien könnt Ihr gerne in den Kommentaren hinterlassen.

Grundrechte

Es gibt einige Leute, die sich für uns alle dafür einsetzen, daß unsere Grundrechte nicht unter die Räder kommen, oder besser, sie unter den Rädern wieder hervorzuzerren.

Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF)
Das ist ein neuer Verein, der mit rechtlichen Mitteln für Grund- und Freiheitsrechte kämpfen will, und das ist auch bitter nötig. Es ist schon eine Verfassungsbeschwerde gemeinsam mit Amnesty International gegen die strategische Telekommunikationsüberwachung durch den BND in Arbeit. Da geb ich gerne nen Euro. Hier kann man Spenden.

sanktionsfrei?
Der Verein sanktionsfrei e. V.  unterstützt sanktionierte Hartz-4-EmpfängerInnen bei Klagen, mit den Ziel, Sanktionen ganz abzuschaffen. Ich mag die grundlegende Herangehensweise, aber ich habe relativ wenig Informationen darüber und finde die Webseite auch unübersichtlich und informationsarm. Ich bin nicht sicher, ob das ein passender Adressat für meinen Euro ist, hier würde ich mich über Anregungen/Einschätzungen freuen, ich möchte gerne was im Hartz-4 Bereich machen, und zwar was auf grundsätzliche Verbesserung abzielt.

Freie Software/Was ich regelmäßig nutze

Kein GMX
Einen meiner Euros möchte ich dafür nutzen, mich endlich von GMX und seinen nicht enden wollenden Werbemails zu verabschieden, und ein Postfach bei posteo oder ähnliches eröffnen, die ich für wesentlich unterstützenswerter halte. Ich finde, es sollte viel mehr Dienste/Optionen von Anbietern geben, die für kleines Geld werbefrei sind und auch datenschutzbewusst.

Gnusocial
Nutze ich täglich, und lebt von dem Engagement und der Unterstützung der Community. Deshalb gibt’s ganz klar nen Euro. Antikapitalistisch, dezentral, werbefrei und wirklich schön da. Zum Beispiel hier (rechte Spalte) kann man das unterstützen.

Andere freie Software
Den dritten Euro in diesem Bereich möchte ich einem Projekt zukommen lassen, das ich nutze und das knapp bei Kasse ist. Leider habe ich so als nicht-Nerd keine Ahnung, wer den brauchen könnte. Ich nutze XMPP (Psi Plus), NoScript, Ubuntu, UBlockOrigin, und einige Programme (zumindest theoretisch) wie Audacity, Mumble, LibreOffice, und ein Verschlüsselungsprojekt wie tor oder GPG fände ich auch unterstützenswert. Hat jemand hier Vorschläge oder Empfehlungen? Oder weiß, daß ein Projekt genug Geld hat und keine dringende Unterstützung braucht? Oder Alternativvorschläge?

Linke Projekte

Ein antifaschistisches Projekt…
Ich würde gerne auch ein Antifaschistisches Projekt unterstützen. Ich denke an das Antifaschistische Informations- und Dokumentationsarchiv AIDA hier in München. Ich habe keine Ahnung, ob die von irgendwo gefördert werden, oder genug haben, aber wenn sie sich finanzieren können, haben sie bestimmt ne Idee, welche Antifaschistische Arbeit sonst unterstützenswert ist.Da schreib ich mal ne Mail und frag nach. Oder habt Ihr da noch gute Ideen? Die Kontonummer steht ganz unten auf der Seite.

Der letzte Euro
Den letzten Euro würde ich gerne in ein anarchistisches Projekt stecken. Daß darf sehr gerne etwas kleines, lokales sein, gerne irgendwo, es kann etwas Alternativkulturelles sein, zum Beispiel, und die Idee sollte mein Herz erwärmen, gerne was kreatives. Spontan fällt mir da nichts ein. Gibt es Anarchistische KulturveranstalterInnen? Einen Umsonstladen mit Kontonummer? Eine kleine Nische, die es schwer hat mit dem Überleben? Weiß da jemand von Euch etwas cooles? Also, ich denke weiter drüber nach.

So. Möglilcherweise ändert sich noch das ein oder andere, bis ich die Daueraufträge einrichte. Natürlich gibt es jetzt viele, die ich gut finde, und die nichts bekommen. Aber meine Ressourcen sind wirklich begrenzt. Die Leute, die mehr Geld haben, können sich ja überlegen, auch ein bißchen was zu verteilen. An einem Refugeeprojekt, Foodsharing und einer solidarische Landwirtschaft nehme ich anderweitig teil. Ich glaube, damit ist das was mir wichtig ist, grob abgebildet. Seit Jahren überlege ich, wie ich mich engagieren kann für Belange, die mir wichtig sind. Ich gehe viel zu selten auf Demos, ich finde Petitionen unterschreiben nicht ausreichend, aber ich tu mich mit meiner gesundheitlichen Situation extrem schwer, mich an Projekten aktiv und zuverlässig zu beteiligen. Ich bin aber der Überzeugung, daß jedeR dafür selbst verantwortlich ist, im möglichen Rahmen einen kleinen politischen und gesellschaftlichen Beitrag zu leisten.Und ich freue mich sehr, daß mir der günstigere Telefonvertrag es jetzt ermöglicht, für ein paar Sachen einzustehen. In minimalem Rahmen.

Kostenloser und umweltfreundlicher Ersatz für Küchenrollen

Zur Zeit trage ich alte Bettwäsche aus dem Haus meiner Eltern auf, so lange, bis sie quasi von selbst zerfallen. Meine letzte Bettwäsche hatte schon fast keine Knöpfe mehr, und schon einige Löcher. Also kompletter Abfall.
Und vorgestern hatte ich eine schlaflose Nacht, die ich dazu genutzt habe, die Bettwäsche in kleine Vierecke zu zerschneiden (vorher hatte ich sie mit Hygienespüler gewaschen), so ungefähr in der Größe von nem Blatt Küchenkrepp. Zum Glück war die Bettwäsche kariert, so konnte ich an den Linien entlangschneiden, das hat es einfacher gemacht, aber das geht auch mit Blümchenstoff.Aber da schnippelt man schon ne Weile hin.img_4494

Und jetzt habe ich einen Haufen Stoffküchentücher, die ich anstatt Küchenkrepp verwenden kann. Wenn man was ekliges damit aufwischt, kann man sie gleich wegschmeißen, ist ja eh schon Abfall, und ansonsten kann man sie nach Gebrauch in die Waschmaschine schmeißen, je öfter, desto besser. Und wenn man den Stapel runtergewirtschaftet hat, kann man ihn mit alten T-Shirts, fadenscheinigen Handtüchern oder der nächsten aufgearbeiteten Bettwäsche wieder auffüllen.

Ich finde, das ist ne super Verwertung für alles, was nicht mehr gut genug für die Kleidersammlung ist.

Am besten dafür wär natürlich so eine kleine Holzbox, die oben offen ist, wo man sich die rausnehmen kann, als ordentliche Aufbewahrung. Da muß ich mir noch was Ausdenken, vorläufig kommen die in ne alte Kosmetiktücherbox.