Duftdingsies selbermachen

Ihr kennt ja bestimmt diese Duftdingsies, die gerne mal in Bädern und Toiletten rumstehen, diese Flaschen mit so Holzstäbchen und einer (im Optimalfall) gut riechenden Flüssigkeit drin.
Sowas kann man auch selber machen, wenn man auf sowas steht.img_4050

Ich hab im Sommer einen Haufen Lavendel von meiner Mama aus dem Garten bekommen, und habe die Blüten in kosmetischen Alkohol eingelegt (den kann man in so Hobbythekläden und so kaufen), und bis jetzt stehen lassen. Ich hab die Gläser ab und zu ein bißchen durchgeschüttelt, und sonst in Ruhe gelassen.img_4483

Und jetzt hab ich das ganze einfach durch nen Filter laufen gelassen und in Flaschen gefüllt. Dann sucht man sich ein hübsches Gefäß, füllt was von der gutriechenden Flüssigkeit rein, gibt noch etwa 10% Leitungswasser dazu (oder auch destilliertes Wasser), das macht es etwas trüber, steckt ein paar Stöckchen rein (die gibt es auch für ein paar Cent im Hobbythek-Laden), und fertig ist das Duftdingsi.img_4484

Und schwuppsdiwupps riecht es wie frisch geputzt. :-)

Man kann das auch mit Thymian oder Rosmarin oder Minze, oder was man halt so gutriechendes im Garten findet, machen. Und wenn man keinen Garten hat, kann man auch stattdessen ätherische Öle oder Duftöle nehmen, aber da hab ich die genauen Mischverhältnisse nicht im Kopf, ich glaube so pi mal Daumen 10% ätherisches Öl, 10% Wasser und 80% kosmetischen Alkohol.img_4486

Erntedank

img_4431Erntedank ist ja sowohl ein christlicher wie auch ein heidnischer Brauch. Ich kann mich noch erinnern, daß es in meiner Kindheit Erntedankgottesdienste gab, und seitdem hatte ich damit nichts mehr am Hut.
Jetzt wo der Garten winterfest ist und ich auf die Saison zurückschaue, bin ich aber ganzschön dankbar dafür, was der Garten mir geschenkt hat, und auch allen Menschen, die zum Garten in irgendeiner Form beigetragen haben.img_4338

Da ist meine Vermieterin, die mir erlaubt die Fläche zu nutzen, und auch den Gartenschlauch, und ich muß nichts extra dafür bezahlen. Da ist mein „Gartensponsor“, der schon im zweiten Jahr hintereinander mit einer Finanzspritze geholfen hat, und es so viel leichter macht, daß ich Erde oder Samen oder Biodünger oder Tomatenspiralen oder Gartendraht oder so Sachen kaufen kann. Da ist meine Schwester, die ein Auto hat und ab und zu was transportiert, was ich mit dem Fahhrad sonst nicht herbekommen hätte, mein Papa, dem ich immer den halben Komposthaufen wegschnorre, meine Mama, die immer allen möglichen Sachen die ich bräuchte,wie einen Topf in der passenden Größe oder Vorziebehälter noch rumliegen hat oder mir die Gartenschere für ne Woche leiht, wenn ich die Beeren zurückschneiden will. Und alle SamentauscherInnen, die es mir möglich machen, eine größere Variation in meinen Pflanzen zu haben. Und die GärterInnen und BalkongärtnerInnen aus der Nachbarschaft, wo übrige Pflänzchen hin- und her verschenkt werden, dieses Jahr habe ich zwei Pflücksalate und einige gelbe Cocktailtomaten geschenkt bekommen, außerdem eine Himbeerpflanze und eine essbare Physalis, einen Farn und einen Sonnenhut.

All diese Menschen tragen dazu bei, daß es mir überhaupt möglich ist, den Hinterhofgarten zu haben und daß das so eine schöne Sache ist. Von Herzen vielen Dank für das alles.

Und ich bin auch dankbar dafür, was der Garten für meine Gesundheit und für meinen Seelenfrieden tut. Meine Knie sind nicht ganz so dankbar, aber der Garten sorgt die ganze Saison über dafür, daß ich täglich ein bißchen Zeit draußen verbringe, das Wetter spüre, mich bewege und meine Sorgen vergesse, bei der Gartenarbeit kann ich immer sehr gut abschalten. Und er gibt mir eine sinnvolle Aufgabe, einen Grund morgens aufzustehen, als EU-Rentnerin ohne Familie habe ich ja sonst erstmal keinen, und ich habe Phasen, in denen das wichtig ist.
Und es ist toll, den Pflanzen beim wachsen zu helfen und zuzuschauen, zu ernten und die Ernte zu verarbeiten, und die Früchte meiner Arbeit zu genießen und zu teilen. Ich merke, daß mein Leben sich ein Stückweit an den Garten und die Jahreszeiten anpasst, einen Rhythmus „wie früher“ findet, und das finde ich ganz schön. Daß nach der Ernte die anstrengende Einkochzeit kommt, und im Winter die Ruhezeit, bevor es im Frühjahr wieder mit dem Vorziehen und Sähen und pflanzen losgeht.

Und ich weiß auch gar nicht, an wen ich den Dank eigentlich richten soll, den ich empfinde für all die schönen Gemüse und Blumen und Früchte und Kräuter, daß sie einfach gedeihen, quasi für das Wunder des Lebens an sich, am nächsten dran wäre wohl nach meinem Empfinden „Mutter Erde“. Oder auch ohne Adressat.
In meinem Hinterhofgarten ist so viel tolles passiert. Ich habe Einlegegurken und Salatgurken und Paprika und viele verschiedene Tomaten geerntet, ein bißchen Broccoli und genug Bohnen für einmal Chillie,img_4373

ein paar Silberzwiebeln, Erbsen, Kopfsalat und Pflücksalat, ein paar irre leckere Babymöhren und einen kleinen Lauch, ein paar Radießchen, gleich 4 kleine Melonen,img_4326

img_4344Erdbeeren, Stachelbeeren, ein paar Johannisbeeren und Brombeeren, paar Heidelbeeren und paar Physalis, nur eine Zucchini, ich hab einen Haufen Kräuter geerntet und verschiedene Minzen, ein paar Leinsamen, genug für dreimal ins Müsli schmeißen, ich habe einer mickrigen Okra beim wachsen zugeschautimg_4351

und eine tolle Artischockenblüte gehabt,img_4321

mein griechischer Tee steht jetzt im warmen auf der Fensterbank, da hab ich Hoffnungen für’s nächste Jahr, ich hoffe auch, daß mein mickriger Blutampfer durch den Winter kommt, und ich hatte zwar wenige Blümchen, aber schon schöne, eine lila Ballonblume und eine rosane, deren Namen ich mir nicht merken kann, und Zinnien und eine Blumenmischung für die Bienen. Und Mohn. Und einiges hab ich jetzt sicher vergessen.

Und ich habe nicht nur viel gleich genascht, oder gegessen. Ich habe 18 Gläser Tomatensugo eingekocht, ich werde wohl kein einziges Tomatenprodukt kaufen müssen diesen Winter, ich habe 7 Gläser Ajvar eingekocht, ich habe etwa 10 Gläser sauere Gurken und 8 Gläser süß-sauren Paprika, Kräutersirup, und Kräuteressig und Estragonessig auch zum Verschenken. Ich habe ein winziges Gläschen Silberzwiebelchen, das halte ich in Ehren. Ich habe Kräuter eingefroren für den Winter, und Pfefferminztee getrocknet, und viele Samen für das nächste Jahr gesammelt.Und Leinsamen gepult.

img_4402Das war schon ne Menge Arbeit (Auf dem Foto ist nicht alles aus dem Garten, aber alles von diesem Jahr) , aber ich freue mich sehr, daß das so geklappt hat, das ist bei meinen Gesundheitsverhältnissen gar nicht selbstverständlich. Und ein bißchen stolz bin ich auch.
Ich freue mich aber auch, daß ich mit dem Garten gutes, regionales und saisonales quasi Bioessen haben kann, die eingekochten Sachen werden mir nicht nur finanziell eine Hilfe sein über den Winter, sondern jedes Glas davon erspart es mir auch, etwas zu kaufen was unter üblen Bedingungen hergestellt wurde.

Und für all das möchte ich einfach mal Danke sagen, an oben genannte Menschen und an wen auch immer.

Dick

Ich wollte schon lange mal ein paar Gedanken zum Wort „dick“ loswerden, weil mich das regelmäßig betrifft. Ich bin erstaunt, wie wenige Menschen in der Lage sind, das Wort „dick“ gegenüber einer dicken Person auszusprechen, außer es ist abfällig gemeint.

Ich bin dick. Das ist eine Tatsache. Und es gibt daran auch überhaupt nichts zu relativieren und keinerlei Zweifel, warum auch. Ich hab nicht ein paar Kilos mehr, und bin auch nicht stattlich oder kräftig, und schon gar nicht pummelig oder vollschlank. Und selbsverständlich bezeichne ich mich als dick. Das ist das normale deutsche Wort für das, was ich bin, so wie mittelgroß, blond oder grünäugig.

Aber von einem sehr hohen Anteil an freundlich motivierten Leuten wird dieses Wort vermieden wie die Pest. Unfreundlich motivierte benutzen es gerne, genauso wie fett, wampert und ähnliche Worte.

Ein typisches Gespräch, das ich kürzlich hatte, verlief etwa so:

Ich: „Tätigkeit X fällt mir ein bißchen schwer, weil ich recht dick bin…“
Andere: „ Du bist doch nicht dick…“
Ich: „Natürlich bin ich dick, ich wiege über 100 Kilo“
Andere: „Das sieht man Dir aber überhaupt nicht an….
Ich: „Natürlich sieht man das…“
Andere: „aber Du bist doch so hübsch…“

Hallo? Ich trage obenrum Größe 56, und man will mir nicht ansehen, daß ich dick bin? Und selbst wenn sie sich um 20 Kilo verschätzen würden, wäre ich immernoch dick. Wollen mir unzählige Leute erzählen, daß sie nicht dick von dünn unterscheiden können? Was für eine Welt wird hier eigentlich zusammenkonstruiert, um nur ja nicht eine dicke Person als dick zu bezeichnen oder das auch nur so stehenzulassen, selbst wenn sie selbst es tut?
Was damit natürlich einhergeht, ist, daß wenn ich nicht dick bin, daß es auch plötzlich kein Thema mehr ist, ob ich bestimmte Tätigkeiten deswegen ausführen kann, oder nicht, weil ja das Dicksein schon geleugnet oder relativiert ist. Es ist überhaupt nicht mehr möglich, über so etwas normal zu reden, es nur zu erwähnen.
Und das hat praktische Konsequenzen wenn das geleugnet wird, völlig unabhängig davon, wie es aussieht. Im obigem Gespräch ging es gar nicht ums Dicksein, sondern um Bücken bei der Gartenarbeit, und plötzlich ist das Gespräch ganz woanders. Und ehrlich gesagt, ist mein Aussehen auch das kleinste Problem an meinem Dicksein, ich finde mich ausreichend schön, und wenn nicht, dann aus ganz anderen Gründen, mir geht es um praktische Sachen. Das Bücken im Garten, daß mir auf die Knie geht, das ist eine echte Einschränkung und genau darum ging es ursprünglich. Ich will in der Regel nicht über mein Äußeres reden wenn es mir gerade um den Garten geht, oder ob ich schön bin oder nicht, wenn das Dicksein Thema wird. Schön Aussehen hat bei mir keine hohe Priorität. Das Dicksein wird bei mir aus praktischen Gründen zum Thema, es interessiert mich nicht, ob man mir mein Dicksein ansieht, ich weiß, das man das tut, aber plötzlich redet man über Aussehen.
Und wenn ich das Wort Dick gegenüber Personen ausspreche, dann kommen sie manchmal völlig ins rudern und probieren da irgendwie wieder rauszukommen. Was für ein krasses Stigma haben wir hier eigentlich, wenn das so oft so dermaßen schiefläuft? Und wenn ich in so einer Situation klar und deutlich drauf bestehe, daß ich dick bin, wurschteln sich die Leute irgendwie aus der Situation raus, etwa so krass als ob ich sie beim Lügen erwischt hätte, und genau genommen hab ich das ja auch. Und für mich ist das völlig absurd, ich musste noch nie drauf bestehen, daß ich blond bin, und wen interessiert das überhaupt? Und wie kommen Leute auf die Idee, mir über Tatsachen die mich betreffen und die ich kenne ins Gesicht zu lügen , das ungefragt für notwendig erarchten?
Ehrlich gesagt empfinde ich es als Beleidigung, wenn mir jemand sagt, ich wäre nicht dick, weil es nicht nur meine gefühlte Realität leugnet, sondern eine reale Tatsache die mich betrifft und Konsequenzen für mich hat. Für meine Existenz. Ein Teil von mir. Und wenn jemand mich pummelig nennt, finde ich das auch ziemlich übel.

Die andere Seite sind Leute, die mir nicht wohlgesonnen sind. Ich erinnere mich an eine Situation die schon eine Weile her ist, aber ähnliche Situation gab es auch vorher und nachher, die kommen immer wieder.

Ich war auf dem Bürgersteig einer recht belebten Straße unterwegs, etwas versetz neben mir ging ein Mann, und ein weiterer Mann kam uns sehr schnell entgegen, es war so eng, daß ich etwas ausgewichen bin, aber sonst ist niemand ausgewichen, der Mann streifte an mir vorbei mit den Worten „Geh halt weg, fette Sau“.
Unzweifelhaft war das einfach ein Arsch, aber ich finde es immer wieder krass, daß Leute mein Dicksein als Berechtigung sehen, mich fette Sau oder Fette Kuh oder so was zu nennen. Die Tatsache des Dickseins ist fester Bestandteil der Beleidigung, ich kann mich nicht erinnern, daß ich so auf der Straße mal Sau oder Kuh genannt wurde, ohne das „Fett“ vorher. Nickt-dicke Leute werden dann vielleicht blöde Kuh oder so genannt, aber fett scheint blöd jederzeit zu übertrumpfen.

Also, ich erzähle das, weil es wirklich fast immer schief geht, wenn ich außerhalb meines sehr engen Umfeldes das Wort dick in den Mund nehme, oder wenn jemand anders das tut. Selbst ÄrztInnen, ErnährungsberaterInnen, SozialpädagonInnen, etc. die beruflich damit zu haben, kommen da oft ins Rumeiern. Das soll einfach eine kleine Denkanregung sein, und auch die Frage: Wie handhabt Ihr das? Habt ihr da auch absurde Erfahrungen?

1. Synchronkochen nach der Sommerpause

Auf gnusocial wird wieder gekocht: Wir wollen experimentelle Mangoldlasagne kochen, weil wir noch von einem anderen Rezept Lasagneplatten übrig haben.

Experimentell, weil ich von Anfang an nicht vorhabe, mich ans Rezept zu halten, weil ich Resteverwertung mache, und @Bolkerito weiß noch nicht, ob er Mangold bekommt, könnte auch Spinat werden.

Hier ist die Zutatenliste, für alle, die mitkochen wollen:

20 g Butter
500 g Mangold
100 g Zwiebeln, gewürfelt
1 Paprikaschote, grün
3 Knoblauchzehen
500 g Tomaten (hier nehme ich mein selbsteingekochtes Sugo)
1 Bund Petersilie (hier nehme ich teils Petersilie, teils Liebstöckl)
1 El Thymian
1 EL Salbei
1 TL Salz
200 g Frischkäse mit Kräutern
1 Becher Sauerrahm
12 Lasagneplatten

Kochen tun wir diesen Sonntag am frühen Nachmittag, 23.10.2016 auf gnusocial.

Selbstgemachtes Pesto

Heute war ich bei meiner Schwester, die hat einen riiiiiiiesigen Strauchbasilikum.img_4393

Wir haben nur ein kleines bißchen davon abgeschnitten…img_4394

Für fünf kleine Gläschen haben wir folgendes verwendet:
einen Haufen Basilikumblätter (laut Rezept 75 Stück, aber wir haben mehr genommen)
120 g Pinienkerne
2 Knoblauchzehen (laut Rezept 3)
75 g frisch geriebener Parmesan
75 g frisch geriebener Pecorino
300 ml extra natives Olivenöl
Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Für kleinere Mengen kann man gut durch 3 teilen.img_4395

Dann haben wir Basilikum, Pinienkerne, etwas Salz und den Knoblauch erstmal kleingemixt.img_4397

Dann kommt der Käse dazu und nach und nach in einem dünnen Srahl das Öl mit reingießen.
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Mit Salz und Pfeffer abschmecken.img_4399

Statt Basilikum kann man auch Petersilie oder Rucola oder andere Kräuter verwenden. Wenn man am Schluß das Pesto im Glas vollständig mit Olivenöl bedeckt, soll es im Kühlschrank 2-3 Monate haltbar sein. Aber das ist ja so geil, so lange wird das bei mir nicht halten.img_4400

Freßpaket zu „versteigern“

(English version following soon)

Ich weiß nicht, ob versteigern der richtige Ausdruck ist, wenn die unterlegenen BieterInnen ihr Geld trotzdem los sind, der Deal wäre folgender:

Ich schicke ein selbstgemachtes Freßpaket an die Person, die einem der unten genannten Accounts die höchste Spende zukommen lässt. Innerhalb Deutschlands trage ich die Portokosten, außerhalb müsstet Ihr die Differenz übernehmen oder das Paket geht in Eurem Namen an jemand, der es dringend brauchen kann, z.B. Refugees oder andere unterfinanzierte Menschen. Die Mindestsumme ist 10 Euro. Es geht dabei um die Unterstützung des Fediverse, also gnusocial.

Aktuelles Höchstgebot: – keines (Mindestens 10 Euro) – letztes Update: 23.9.2016 – 23.46 Uhr

img_4404In dem Paket sind:
0,5 l Pflaumengetränk, winterlich, mit etwas Honig
ein Pflaumenkompott (Kerne sind noch drin) mit Vanille und etwas Honig
eine Kornelkirschmarmelade/Sauce
ein Apfel-Quittenmus
Paprika süß-sauer eingelegt oder alternativ süß-sauer eingelegte Gurken
Ajvar nach kroatischem Rezept
Tomatensugo mit italienischen Kräutern
kleines Fläschchen Estragonessig

Hierbei handelt es sich komplett um selbsteingemachte Sachen, es kann also auch mal passieren, daß ein Glas umkippt, oder so. Wenn jemand Fragen bezüglich der Zutaten hat, gerne in den Kommentaren. Ebenso bei sonstigen Fragen. Das verwertete Obst/Gemüse stammt überwiegend aus dem Hinterhof.

Und so funktioniert es:
1.) Ihr spendet einen Betrag nach Wahl ab 10 Euro an einen der unten genannten Accounts .
2.) Ihr laßt mir einen Screenshot (persönliche Details geschwärzt) von Eurer Überweisung oder einen anderen Zahlungsnachweis zukommen, meine Kontaktdaten findet ihr auf der Kontakt-Seite.
3.) Ich veröffentliche hier und aktualisiere bei Erhalt von Zahlungsnachweisen das jeweils höchste Gebot ohne Namensnennung, so daß Ihr immer nachschauen könnt, wo wir gerade stehen, es kann aber mal ein paar Stunden Verzögerung meinerseits geben.
4.) Wenn Ihr wollt, überbietet Ihr, indem Ihr einen weiteren Betrag überweist und mir Bescheid sagt, daß der Betrag zum vorher von Euch überwiesenen Betrag dazugehört oder indem Ihr einfach einen höheren Betrag spendet, falls ihr vorher noch nichts überwiesen habt.
5.) Am 31. Oktober um Mitternacht schaue ich, wer den höchsten Betrag gespendet hat, und kontaktiere ihn/sie wegen der Postadresse (also geht sicher, daß ich Euch auch kontaktieren kann oder schickt sie gleich mit)
6.) Dann werde ich als Dankeschön kurzfristig das Paket an euch verschicken, bzw. die Details für einen außerdeutschen Versand oder die Übergabe an jemand anderen klären. Oder Ihr holt es ab.
7.) Wenn zwei oder mehr Menschen den gleichen Höchstbetrag gespendet haben, dann wird aufgeteilt oder eine andere Einigung gesucht.

Ihr könnt Euch natürlich auch zu mehreren zusammentun um einen höheren Betrag zu spenden, und das Paket dann aufteilen.

Und hier findet Ihr die Empfänger:
1.) Hier fehlt das Geld, um die Instanz loadaverage.org weiter zu betreiben, der Spendenknopf ist unten auf dieser Seite.
2.) Das zweite ist die NGO En Kompis Kompis, die einen ganzen Haufen für gnusocial tut, das kann ich gar nicht aufzählen, schaut Euch gerne die Webseite an, unter anderem betreibt sie quitter.se. Infos für Spenden sind in der rechten Spalte der Seite.

Gnusocial ist ein werbefreies Netztwerk, das sich aus Spenden und dem Einsatz von vielen vielen Ehrenamtlichen trägt, es hat viele Vorteile gegenüber kommerziellen Netzwerken (und auch einige Nachteile), die Instanzen werden von Privatpersonen oder kleinen Vereinen u. ä. betrieben, aber es ist werbefrei und auf Unterstützung angewiesen. Aber auch wenn Euch Gnusocial nicht weiter interessiert habt Ihr ja vielleicht trotzdem Lust auf ein Freßpaket ;-).

„Dirndlsauce“ aus geklauten Kornelkirschen

Um viele Spielplätze und öffentliche Parkanlagen herum wachsen weitgehend unbeachtet auf Sträuchern Kornelkirschen. Ich wusste das bis dieses Jahr auch nicht, mir wurde aber gesagt, daß sie eßbar sind, daß man daraus Marmelade kochen kann und daß sie nicht leicht mir irgendewelchen giftigen Sachen zu verwechseln sind, wenn man mal weiß, wie sie aussehen.
Ich und meine Sozialpädagogin sind also kürzlich losgezogen, um im Park gegenüber Kornelkirschen zu klauen. Ich sage immer so leichtferig klauen, ich habe aber inzwischen gelernt, daß man dazu „Urban Harvesting“ sagt, ganz modern, wenn es sich um öffentliches Gut handelt.
Das rote da auf dem Bild zwischen den ganzen Pflaumen sind Kornelkirschen:img_4345

Ich hab mich dann auf die Suche nach einem Rezept gemacht und habe dieses hier für „Dirndlmarmelade“ gefunden, warum die so heißt, weiß ich auch nicht. Dann ging es los mit einkochen:img_4354img_4355

Ich habe den Zucker durch eine geringere Menge Honig ersetzt, erfahrungsgemäß wird damit alles, was eigentlich Marmelade sein soll eher Sauce, aber das scheint trotzdem relativ fest geworden zu sein, ich hab es noch nicht probiert.Ich bin sehr gespannt darauf, sowas kenne ich überhaupt nicht.img_4391

Paprikaverarbeitung

Ich habe ja dieses Jahr im Hinterhof extra viel Paprika angebaut, weil ich große Pläne hatte. Das Wetter war bisher überwiegend nicht so optimal für Paprika, aber ich habe es schon geschafft, zweimal was einzukochen, und vielleicht, vielleicht mit viel Glück kommt auch nochmal ne Runde zusammen.Mal sehen. Hier sind erstmal ein paar Paprikas noch am Strauch:img_4317img_4349img_4350

Aus dieser Ernte und noch ein paar mehr Paprikas habe ich dann Ajvar nach einem kroatischen Rezept eingekocht.img_4318

Das sah im Zeitraffer etwa so aus:img_4327img_4329img_4330img_4331

Das Ajvar ist super geworden, ich habe es schon getestet, obwohl ich nicht so lange gerührt habe, wie das Rezept eigentlich verlangt. Also das mache ich bestimmt wieder.

Von der nächsten und den weiteren eher mickrigeren Ernten habe ich dann Paprika süß-sauer nach diesem Rezept eingekocht.img_4361

img_4390Das habe ich letztes Jahr schonmal gemacht, und fand es echt irre lecker und etwas besonderes. Kann ich nur empfehlen.

Pflaumenblogpost

Im Garten unseres Nachbarn steht ein Zwergpflaumenbaum, von dem etwa ein Drittel der Äste zu uns rüberhängt. Der hat dieses Jahr getragen wie irre, und meine Vermieterin hat die Verwertung der Pflaumen, die auf unserer Seite runtergekommen sind, mir überlassen.img_4343

Die Pflaumen lagen dicht an dicht, und jedes mal wenn ich sie aufgesammelt habe, waren zwei Tage später wieder gefühlt genausoviele da. Ich habe sie massenhaft aufgesammelt.img_4345

Dann hab ich noch mehr aufgesammelt, habe sie an alle NachbarInnen, die welche haben wollten, verschenkt.img_4348

Dann hab ich noch mehr aufgesammelt, und sie auch über Foodsharing weitergegeben.img_4360

Und dann habe ich noch mehr aufgesammelt, ich hab sie so lange verarbeitet und weitergegeben, bis ich niemanden mehr gefunden hab, die/der welche wollte, und ich mich selbst in ein Pflaumenburnout verarbeitet hatte. Ich habe etwa 60 Kilo Pflaumen aufgesammelt.img_4366

Ich habe die Pflaumen eingekocht, habe Unmengen an Pflaumensaft gemacht, mit Zimt, Vanille, Ingwer, Anis…img_4346

Das hier ist ein Teil meiner Beute. img_4357

Pflaumenmus hab ich auch ein bißchen gemacht, und Pflaumenkompott. Und welche gegessen, das sind unheimlich leckere Pfläumchen. Also, als das meiste durch war, war ich fix und fertig, aber ich freue mich irre drüber, daß diese feinen, regionalen und kostenlosen Früchte nicht verkommen sind, daß ich vielen Leuten ne Freude damit gemacht habe, und daß ich jetzt richtig gute Vorräte habe, für mich selbst, zum Verschenken und zum Tauschen. War ne gute Aktion.

Samen zu verschenken/zu tauschen

Ich möchte einen winzigen Beitrag dazu leisten, daß weniger Samen von Monsanto (Bayer) und Co. gekauft werden. Deswegen möchte ich die Samen, die ich selbst dieses Jahr gesammelt habe, oder die bereits gekauft sind und ich übrighabe, mit Euch teilen, damit ihr weniger suspekte Supermarktsamen für Eure Fensterbänke, Balkone und Gärten kaufen müsst. Ich verschicke die Samen, wenn alle fertig gesammelt und getrocknet sind, also vielleicht Oktober/November. Ich schicke Euch die Samen einfach zu, wenn ihr mir Eure Adresse zukommen lasst, so lange der Vorrat reicht, sagt mir einfach, was ihr gerne hättet, und wie viel optimalerweise. Wenn Ihr wollt, könnt ihr als Dankeschön einer Organisation etwas spenden (dann freu ich mich, wenn ihr das sagt, damit ich mich mitfreuen kann) oder ihr könnt mir auch Samen zukommen lassen, ganz unten ist ein Wunschzettel, oder vielleicht mit mir neugekaufte Samen von einem alternativen Unternehmen teilen, oder ihr nehmt sie einfach so und freut Euch drüber. Von manchen Samen habe ich nur wenig übrig, aber genug für ein-zwei Pflanzen auf dem Balkon, von anderen massenhaft, …und vielleicht bekommt ja jemand Lust, irgendwas davon auszuprobieren…
Für das meiste findet ihr Anleitungen im Internet, ansonsten könnt ihr auch fragen.img_4384

Folgendes habe ich anzubieten:
Basilikum  – selbstgesammelt von Pflanzen vom Kartoffelkombinat oder aus Supermarktsamen gezogen
Oregano  – selbstgesammelt von einer Pflanze ursprünglich aus dem Garten der Nachbarin
Ysop –  selbstgesammelt aus einer aus Supermarktsamen gezogenen Pflanze und Restsamen, ist ein Hildegard-Kraut, schön für Suppen und Salaten
Schnittlauch  – selbstgesammelt von Pflanzen aus Bingenheimer Saatgut (Bio)
Erdbeerminze/Marrokanische Teeminze  — selbstgesammelt, allerdings habe ich noch nie Pfefferminzsamen zu kaufen gesehen, und weiß nicht, wie gut das funktioniert
Limonadenkraut  – elbstgesammelte Samen von Pflanze aus dem Baumarkt
Pimpinelle  – Rest von Supermarktsamen, fein im Salat
Borretsch  – Rest von Supermarktsamen, lecker im Salat, Bienen lieben ihn
Kerbel –  Rest Supermarktsamen 1/2016 abgelaufen
Petersilie –  Rest Supermarktsamen
Estragon –  Rest Supermarktsamen 1/2016 abgelaufen
Liebstöckl  – Rest supermarktsamen
Majoran  – Rest Supermarktsamen
Thymian  – Rest Bingenheimer Saatgut
Leinsaat  –  gesammelt von Pflanzen aus Saatgut von der Bantam-Mais Initiative und Reste davon
Mex. Zwerggurke  – gesammelt von Pflanze aus Saatgut von Dreschpflegel
Einlegegurge Extra Early  – Samen von Dreschpflegel
Einlegegurke National Pickling  – Samen von Dreschpflegel
Einlegegurke Vorgebirgstraube  – Samen von Dreschpflegel
ungarischer runder Paprika  – Samen von von Dreschpflegel
Paprika Pustza Gold  – Samen von von Dreschpflegel
gelber Paprika Hybrid  – Supermarktsamen
violetter Blumenkohl Samen  – gesammelt/von Ebay
Butternut Kürbis Hybrid –  Baumaktsamenrest
Patisson Kürbis – Rest Bingenheimer Saatgut
Gelber Zentner Kürbis  – Rest Bingenheimer Saatgut
Rotkohl  – Rest Bingenheimer Saatgut
Blumenkohl weiß  – Rest Bingenheimer Saatgut
Mangold Rest  – Supermarktsamen
Lauch  – Rest Supermarktsamen
schwarze Cocktailtomate  – Rest Baumarktsamen
Pastinaken –  Rest Bingenheimer Saatgut
Möhren  – Rest Supermarktsamen
Spinat  – Rest Supermarktsamen
Zwiebeln  – selbstgesammelt und Reste Supermarkt
Carantais-Melone  – Samen auf Ebay gekauft, von jemand selbst gesammelt
Sweet Honey Melone –  Samen auf Ebay gekauft, von jemand selbst gesammelt
Zuckermelone  – selbstgesammelt aus Supermakrtfrucht, weiß nicht, ob das wird…
Rucola  – Rest von Baumarktsamen
Roter Kopfsalat – – Rest von bingenheimer Saatgut
grüner kopfsalat  – Rest von Supermarktsamen
amerkikanischer brauner Pflücksalat –  Rest von Supermakrtsamen, 1/16 abgelaufen

verschiedene Balkonblumen, überwiegend lila und rosa, Wicken, Verschiedene Wiesenblumen/Bienenblumen: Ringelblumen, Mädchenauge, Kornblume,… aus verschiedenen konventionellen und bio Blumenmischungen abgesammelt, orangene Cosmeen, Schwarzäugige Susanne, Mittagsblumen, Malven, weiße Akelei,
Sonnenblumen ohne Ende (teils bio, teils aus Vogelfutter)

Die abgelaufenen Samen sind nicht deswegen unbrauchbar, je älter die Samen werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, daß nicht alle aufgehen, also im Zweifel einfach mehr sähen.

Ich selbst wünsche mir für nächstes Jahr folgende Samen, vielleicht hat ja jemand von Euch ein paar übrig, oder möchte sich ein Tütchen mit mir teilen? Oder wenn ich eh bestelle können wir auch eine gemeinsame Bestellung bei Dreschpflegel machen und ggf Versandkosten sparen, falls es sich sonst nicht für Euch lohnt. Oder wenn ihr was Cooles übrig habt, was nicht auf der Liste steht, könnt ihr es mir auch sagen.

Mairübchen
roter Glockenpaprika
Wassermelone, z.B. diese
Stangenbohne Blauhilde
Zucchini, z.B. Ölzucchini (ich hätte gerne nächstes Jahr mehrere, auch gerne verschiedene Sorten)
Salatgurke Sensation oder eine andere
ggf. Brokkoli (weiß noch nicht, ob das bei mir mit dem Samen was wird)
ggf. Mauretanische Malve
ggf. Wucherblume